ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 07:35 Uhr

Gedenken und Erinnern
Sternmarsch erinnert an den 15. Februar in Cottbus

FOTO: dpa / Sophia Kembowski
Cottbus. Vor der Stadthalle ist ein buntes Programm geplant. In der Bahnhofshalle wird still der Bombardierung von 1945 gedacht. Von Peggy Kompalla

Der Cottbuser Aufbruch organisiert am 15. Februar einen Sternmarsch und stilles Gedenken. Bislang standen die Veranstaltungen rund um das Gedenken an die Bombardierung von Cottbus im Jahr 1945 unter dem Motto „Cottbus bekennt Farbe“. 2019 lautet es erstmals „Cottbus ist bunt“. Dieser Slogan ist in der Innenstadt an der Stadthalle zu lesen, aber auch auf dem Campus der BTU.

Lothar Judith vom Cottbuser Aufbruch sagt: „Es ist leider noch notwendig den 15. Februar zu besetzen.“ Auch wenn die NPD bislang noch keine Demonstration für den Tag angemeldet habe. Als Indiz für diese Bewertung sieht der Gewerkschafter die Veranstaltung am vergangenen Sonntag. „Zukunft Heimat konnte es nicht lassen, sich am Holocaust-Gedenktag nur wenige Meter von der Synagoge zu treffen.“ Er ergänzt: „Bei Zukunft Heimat wird immer ‚Wir sind das Volk’ gerufen. Aber sie sind gar nicht in der Mehrheit und Cottbus ist gar nicht so sehr gespalten, wie gern gesagt wird.“

Der Sternmarsch wird demnach auf vier Routen durch die Stadt zum Stadthallenvorplatz führen. Start ist jeweils 16.30 Uhr auf dem BTU-Campus, dem Wochenmarkt Sandow, vor dem Glad-House und dem Staatstheater. Das Programm vor der Stadthalle beginnt um 17 Uhr. Sprechen werden Pfarrer a.D. Christoph Polster, Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch, CTK-Geschäftsführer Götz Brodermann und Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU).

Ein stilles Gedenken an die Bombardierung ist um 11.45 Uhr geplant. Das findet in der Bahnhofshalle statt, da die Lutherkirche derzeit innen ausgebaut wird. Die Bomben fielen damals auf das Bahnhofsviertel. Als Symbol der Zerstörung steht seither die Lutherkirche.