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Cottbuser Anti-Nazi-Demo gegen NPD-Aufmarsch

Mit einer Gegen-Demonstration des Bündnisses "Cottbus bekennt Farbe" antworteten hunderte Einwohner von Cottbus am Samstag, 12. Mai 2012 auf einen Aufmarsch des NPD-Kreisverbandes Cottbus
Mit einer Gegen-Demonstration des Bündnisses "Cottbus bekennt Farbe" antworteten hunderte Einwohner von Cottbus am Samstag, 12. Mai 2012 auf einen Aufmarsch des NPD-Kreisverbandes Cottbus FOTO: Michael Helbig/mih1
Cottbus. Das Bündnis "Cottbus bekennt Farbe" stellt sich am Samstag mit vielen Aktionen unter dem Motto "Grenzenlos leben ohne Nazis" gegen einen geplanten NPD-Aufmarsch in Cottbus. LR-Online wird den Tag mit einem Ticker live begleiten und über aktuelle Entwicklungen im Cottbuser Stadtzentrum informieren. Von Sven Bock, Peggy Kompalla und Ulrike Elsner

++ 17.53 Uhr ++ Der braune Spuk ist vorüber: Die NPD-Demo ist ohne weitere Unterbrechungen am Spreewaldbahnhof wieder angekommen. Den gerade mal 90 NPDlern stellten sich etwa mehr als 700 Cottbuser und Nazi-Gegner entgegen. Die Polizei war mit mehreren Hundertschaften aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und der Bundespolizei im Einsatz gewesen.

++ 17.40 Uhr ++ Nach Polizeiangaben ist es bisher im Laufe des Tages nur zu einer Festnahme wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte gekommen. Außerdem hätten diverse Platzverweise ausgesprochen werden müssen.

++ 17.36 Uhr ++ Die NPD hat die Kundgebung beendet und ist auf dem Weg zum Bahnhof. NPD-Stadtverordnete Ronny Zasowk hat in seiner Ansage die Gegendemonstranten wüst beschimpft.

++ 17.27 Uhr ++ Der Rückweg für die Nazis zum Bahnhof ist offenbar frei: Die Polizei hat die Schillerstraße abgeriegelt.

++ 17.19 Uhr ++ Ein Ende des braunen Spuks ist nicht in Sicht: Der NPD-Zug hat am Brandenburger Platz direkt vor dem Eingang in die Spremberger Straße Halt gemacht. Offenbar findet dort auch die vorher angemeldete Kundgebung statt.

++ 17.03 Uhr ++ Das Bündnis "Cottbus nazifrei" berichtet ihn ihrem Twitter-Kanal von Festnahmen und Rangeleien zwischen Gegendemonstranten und der Polizei. Bis jetzt können wir das noch nicht bestätigen.

++ 17 Uhr ++ Nach ihrer zweiten Kundgebung am Bad in Sandower laufen die Nazis zurück Richtung Innenstadt und Bahnhof.

++ 16.44 Uhr ++ Nach Angaben des Bündnis "Cottbus nazifrei" wurden alle Blockaden aufgelöst. Die Gegendemonstranten bewegen sich am Rande des NPD-Demozuges in Sandow. Allerdings ist dessen weitere Route unklar, da er nicht mehr auf der vorgesehenen Strecke unterwegs ist.

++ 16.30 Uhr ++ Die Brücke wurde soweit geräumt, dass die Polizei die Nazis an der Sitzblockade vorbei in Richtung Sandow führen konnte.

++ 16.20 Uhr ++ Die dritte Aufforderung, die Sitzblockade aufzulösen ist von der Polizei erfolgt. In wenigen Augenblicken beginnt die Räumung in der Franz-Mehring-Straße.

++ 16.10 Uhr ++ Die Polizei will die Brücke in der Franz-Mehring-Straße räumen. Mannschaftswagen fahren vor. Die erste Aufforderung, den Fußweg frei zu machen, gab es bereits. Dem NPD-Stadtverordneten Zasowk geht es offenbar aber nicht schnell genug. Er beschwert sich lautstark bei den Polizisten.

++ 16 Uhr ++ Noch immer wird zwischen den Nazis und der Polizei über die weitere Route verhandelt.

++ 15.44 Uhr ++ Die Situation in der Franz-Mehring-Straße ist im Moment etwas undurchsichtig. Offenbar bereitet die Polizei die Räumung der Sitzblockade auf der Spreebrücke Richtung Sandow vor.

++ 15.27 Uhr ++ Die NPD-Demo ist am Ostrower Damm wieder zum Stillstand gekommen. Der Cottbuser NPD-Stadtverordnete Ronny Zasowk verhandelt mit der Polizei über die Laufroute. Zaswok will wohl wie ursprünglich geplant noch über die Spree in Sandow maschieren. Zwei große Sitzblockaden der Anti-Nazi-Demonstranten auf den Brücken in der Sandower und Franz-Mehring-Straße verhindern dies aber.

++ 15.07 Uhr ++ An der Spreebrücke fliegen Böller. Die Polizei versucht massiv, beide Lager klar voneinander zu trennen. Die NPDler werden daraufhin vor der Spreebrücke die Straße hinter dem Landgericht entlang geführt.

++ 15 Uhr ++ Direkt Konfrontation an der Spreebrücke: Das Bündnis "Cottbus nazifrei" mit der etwa 150 Teilnehmer starken Sitzblockade und die NPDler stehen sich auf der Sandower Straße gegenüber. Es geht im Augenblick nicht vorwärts.

++ 14.53 Uhr ++ Die NPD hat sich wieder in Bewegung gesetzt und läuft Richtung Sandow direkt auf die Sitzblockade von mindestens 150 Teilnehmern der Gegendemo an der Spreebrücke zu. Die Brücke ist komplett gesperrt. Eine weitere Blockade wird inzwischen auch aus der Franz-Mehring-Straße gemeldet.

++ 14.35 Uhr ++ Die Sitzblockade an der Spreebrücke in Sandow ist nach Angaben des Bündnis "Cottbus nazifrei" jetzt als Demo angemeldet. 150 Menschen sitzen dort nach Bündnis-Angaben.

++ 14.30 Uhr ++ Die NPD hält eingekesselt von der Polizei eine Kundgebung an der Oberkirche statt. Sie werden aber massiv gestört von lauten Trillerpfeifen und Buh-Rufen umstehender Cottbuser.

++ 14.19 Uhr ++ Die NPDler werden an der Sitzblockade im Puschkinpark vorbeigeleitet zur Oberkirche. Am Straßenrand stehen einige Cottbuser mit Anti-Nazi-Transparenten. Parolen werden von beiden Seiten geschrien.

++ 14.12 Uhr ++ Katz und Maus-Spiel im Puschkinpark: Die NPD-Demo ist etwa 500 Meter vor der Sitzblockade der Gegendemonstraten kurz hinter der Stadthalle zum Stillstand gekommen. Die Polizei versucht im Moment, den Puschkinpark weiträumig abzuriegeln.

++ 14.10 Uhr ++ Die Polizei hat die Gegendemonstranten im Puschkinpark eingekesselt und riegelt auch die Nebenstraße rigoros ab, um weitere Blockaden zu verhindern.

++ 14.05 Uhr ++ Inzwischen sitzen etwa 100 Gegendemonstranten an der Spreebrücke in Sandow und blockieren die Route. Auch in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße Ecke Puschkinpark sitzt eine Blockade.

++ 14 Uhr ++ Hinter der Stadthalle parkte ein Touristenbus voll besetzt mit Senioren. Mit besorgten und ängstlichen Mienen verfolgten sie das braune Treiben. Die NPDler haben das Tempo etwas verlangsamt. Busse und Straßenbahnen an der Stadthalle müssen warten.

++ 13.55 Uhr ++ Die Polizei hat auf die Sitzblockaden sofort reagiert und die NPDler nicht durch die Huberstraße, sondern hinter der Spreegalerie direkt in die Puschkinpromenade geführt.

++ 13.50 Uhr ++ Die Gegendemonstranten versuchen nach Angaben des Bündnis "Cottbus nazifrei" an verschiedenen Punkten Sitzblockaden aufzubauen. Etwa 50 Personen sitzen demnach in der Hubertstraße und an der Spreebrücke in Sandow 70 Anti-Nazi-Demonstranten.

++ 13.38 Uhr ++ Der NPD-Marsch wird von der Polizei durch die Karl-Liebknecht-Straße zurück auf die vorgesehene Route durch die Schillerstraße geleitet.

++ 13.30 Uhr ++ Die NPDler haben sich in Bewegung gesetzt. Sie werden aber von der Polizei nicht wie geplant in die Schillerstraße, sondern stadtauswärts Richtung Viehmarkt und durch die Lausitzer Straße geführt. Die Polizei verhindert am Straßenrand den Zusammenstoß zwischen Neonazis und dem Anti-Nazi-Bündnis.

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++ 12.57 Uhr ++ Die große Sitzblockade vor dem Spreewaldbahnhof ist inzwischen auch wieder als Demonstration offiziell angemeldet. Da die Gegendemo gegen 12 Uhr aufgelöst wurde, wären die Blockade-Teilnehmer nicht mehr durch das Versammlungsrecht geschützt gewesen und hätten den Platz räumen müssen, da sie die angemeldete NPD-Demo behinderten. Jetzt ist die Sitzblockade aber wieder gesichert.

++ 12.55 Uhr ++ Etwa 85 Neonazis haben sich inzwischen auf dem Platz vorm Bahnhofstunnel versammelt. Ein erwarteter Zug hat 50 Minuten Verspätung.

++ 12.25 Uhr ++ Am Spreewaldbahnhof bewegt sich im Moment nicht viel. Die etwa 400 Teilnehmer große Sitzblockade verhindert, dass die NPDler loslaufen können. 12 Uhr sollte Start der Rechten-Demo sein. Die Polizei lässt allerdings niemanden mehr an die Blockade heran.

++ 12.05 Uhr ++ Die Gegendemo wurde offiziell aufgelöst: Von den inzwischen etwa 700 Anti-Nazi-Demonstranten sitzen gut 400 auf der Straße und blockieren den Spreewaldbahnhof. 60 NPDler haben sich dort mittlerweile versammelt - beide Lager sind klar voneinander getrennt.

++ 11.54 Uhr ++ Die Situation am Spreewaldbahnhof ist sehr entspannt. Anti-Nazi-Demonstranten sitzen auf der Wilhelm-Külz-Straße und den Gehwegen. Auch Kinder sind darunter. Die Polizei schaut bislang entspannt zu. Etwa 30 Neonazis sind auf dem Vorplatz vom Spreewaldbahnhof und bereiten sich auf ihren Protestmarsch vor.

++ 11.46 Uhr ++ Die erste Blockade sitzt: Direkt an der Einfahrt zum Bahnhofstunnel hinter dem Spreewaldtunnel in der Wilhelm-Külz-Straße blockiert das Anti-Nazi-Bündnis die Straße.

++ 11.43 Uhr ++ Laute "Nazis raus"-Rufe schallen über den Vorplatz vom Spreewaldbahnhof. Das Anti-Nazi-Bündnis hält ihre Zwischenkundgebung in der Wilhelm-Külz-Straße ab.

++ 11.28 Uhr ++ Die Demonstration des Anti-Nazi-Bündnisses hat sich inzwischen Richtung Spreewaldbahnhof verlagert. Dort trifft sich um 12 Uhr die NPD. Bis jetzt ist aber nur ein sehr kleines Häufchen gekommen. Ihnen stehen nach Bündnis-Angaben 500 Anti-Nazi-Demonstranten gegenüber.

++ 11.25 Uhr ++ Prominenteste Teilnehmerin am Bürgerfrühstück war die Nazijägerin und Bundespräsidentenkandidatin Beate Klarsfeld. Sie warnte in ihrer Rede eindrücklich vor rechten Parteien: "Die NPD ist unberechenbar und gefährlich. Alle Bemühungen, sie durch V-Leute zu kontrollieren, sind gescheitert." Vor der Aufnahme eines neuen Verbotsverfahren müssten erst die V-Leute abgezogen werden. 2008 und 2009 habe die NPD laut Klarsfeld 2,7 Millionen Euro bekommen - also 43 Prozent ihrer Einnahmen von dem "Staat, den sie zerstören wollen. Wir dürfen keine Nachsicht mit ihnen haben. Die NPD muss verboten werden."

++ 11.15 Uhr ++ Um 9.30 Uhr traf sich das Anti-Nazi-Bündnis "Cottbus bekennt Farbe" zum Bürgerfrühstück im Brunschwigpark. Etwa 150 bis 200 Menschen nahmen daran teil. Die Bandbreite der Teilnehmer war groß - vom Studenten bis zum Rentner. Bündnis-Sprecherin Angelika Müller: "Wir sind optimistisch, dass wir ein positives Zeichen gegen Rechts setzen können." Der Cottbuser Bürgermeister Holger Kelch sagte: "Cottbus ist und bleibt tolerant!"

++ 11.10 Uhr ++ Bereits seit dem frühen Morgen laufen die Vorbereitungen für die verschiedenen Demonstrationen. Um 8 Uhr kreiste ein Polizeihubschrauber über dem Stadtgebiet. Seit 10 Uhr werden der Spreewaldbahnhof und die angrenzende Schillerstraße von Polizei kontrolliert. Dort soll der NPD-Aufmarsch entlang führen.

++ 11 Uhr ++ Willkommen zum Live-Ticker auf LR-Online. Etwa 200 NPD-Teilnehmer wollen in Cottbus mit einem Marsch durch die Innenstadt gegen die EU protestieren. Ein breites Anti-Nazi-Bündnis will sich diesem entgegenstellen. LR-Online wird sie in den nächsten Stunden über aktuelle Entwicklungen informieren.