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| 18:14 Uhr

Peitz
Alfreds Handkes dritter Streich

Schützenkönig Alfred Handke und seine Frau Monika mit der diesjährigen Schützenscheibe und den Trophäen der vorangegangenen Jahre in ihrem gepflegten Garten.
Schützenkönig Alfred Handke und seine Frau Monika mit der diesjährigen Schützenscheibe und den Trophäen der vorangegangenen Jahre in ihrem gepflegten Garten. FOTO: Marion Hirche
Peitz. Cottbuser ist Peitzer Schützenkönig. Mit seiner Ehrenkompanie wird er zum Fischerfest Salut schießen. Von Marion Hirche

Die Schützengilde Peitz von 1673 ermittelt jedes Jahr zum Schützenfest im Juli einen neuen Schützenkönig. 2018 hat sich Alfred Handke aus Cottbus den Sieg gesichert. Mit Startnummer elf ins Rennen gegangen, landete der ehemalige Instandhaltungsmeister den genauesten Schuss im kleinen Trefferfeld auf der diesjährigen  Schützenscheibe mit der darauf gemalten Peitzer Festung im Mittelpunkt.

„Ich schieße nun mal nicht gern daneben“, kommentiert der 69-Jährige seinen Erfolg. 18 Vereinsmitglieder hatten sich am Wettkampf, bei dem jeder nur einen Schuss hat, beteiligt. Der Angehörige der 3. Kompanie der Peitzer Schützengilde hat damit einen neuen Rekord aufgestellt. Alfred Handke ist das einzige Vereinsmitglied, das diesen Titel schon zum drittel Mal erringen konnte.

1996 war er erstmals Schützenkönig. „Seit dem Jahr gehöre ich zu dem Verein. Mein Arbeitskollege hat mich nach Peitz mitgenommen. Ich habe einfach Anschluss gesucht, und da ich schon immer gern geschossen habe, bin ich einfach mitgegangen zur Schützengilde“, erinnert sich Handke. Die Geselligkeit, der Spaß, das Miteinander, das schätzt der Senior besonders. Das Schießen ist für ihn zweitrangig. Er sei ein wenig traurig darüber, dass es immer mehr Gäste auf ihrer Schießanlage in der Gemeinde Teichland werden und dass das Kommerzielle weiter in den Vordergrund rückt.

Zum zweiten Mal eroberte Alfred Handke die Schützenscheibe und die Ehrenkette 2013. In diesem Jahr wurde er auch im polnischen Zbaszynek Schützenkönig, besitzt seitdem auch eine wunderschöne Holzplastik-Schützenscheibe. Zur Erfolgsstatistik des Cottbusers gehören außerdem die Kronprinzentitel in den Jahren von 1999 und 2006.

Ein Fass Bier zum Schützenfest und ein Fass Bier zum Schützenball – das ist das Dankeschön für die Krone. Alfred Handke kennt das Prozedere, war darauf natürlich vorbereitet. Und er hat mit Monika eine Frau an seiner Seite, die diesbezüglich auch mitzieht. Sie bekam das kleine Diadem am Abend des Triumphes als Schützenkönigin aufgesetzt.

Gemeinsam haben die beiden noch andere Interessen. Sie haben einen Garten, in dem die Rosenstöcke voller Knospen sind, der Pfirsichbaum aufgrund der großen saftigen Früchte in diesem Jahr abgestützt werden muss und mit einer dahinter stehenden Bananenstaude, die so groß wie in den Tropen ist. „Wir mögen den Garten, und zusammen mit unseren Kindern, die auch hier bei uns wohnen, wird der Garten gepflegt“, erklärt Monika Handke. Die Arbeit teilen sich die  Familien auch bei der Betreuung der Pommerngänse. An der Terrasse der Senioren fühlen sich Kois und eine Schildkröte wohl, und nicht zuletzt ist im Haus der Senioren auch ein Pudel zu Hause.

Noch eine Leidenschaft teilen alle Handkes: die Begeisterung für den FC Energie. Die Fahne des Cottbuser Fußballvereins weht am Toreingang im Wind. Handkes gucken beim Fußball nicht nur zu, sondern sie unterstützen auch den Verein: als Ordner, Wäscher und Reinigungskraft. „ Wir haben auch in der 4. Liga zur Mannschaft gehalten“, betont Alfred Handke, der darauf hofft, dass sein 13-jähriger Enkel mal von seinem Hobby in der Schützengilde angesteckt wird.

Natürlich wird der frisch gekürte Schützenkönig gemeinsam mit seinen Vereinsmitgliedern auch beim diesjährigen Peitzer Fischerfest dabei sein. „Während des Umzugs werde ich mit den Mitgliedern der Ehrenkompanie Salut schießen“, freut er sich schon.