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Cottbuser AfD jubelt

Marianne Spring-Räumschüssel (AfD) mit ihrem Wahkampfteam und Anhängern v.l.n.r: Peggy Hähnel, Klaus Groß, Marianne Spring-Räumschüssel, Gerd Lösky, Kai-Uwe Spring, Ralf Hannemann
Marianne Spring-Räumschüssel (AfD) mit ihrem Wahkampfteam und Anhängern v.l.n.r: Peggy Hähnel, Klaus Groß, Marianne Spring-Räumschüssel, Gerd Lösky, Kai-Uwe Spring, Ralf Hannemann FOTO: Michael Helbig (Michael Helbig)
Cottbus. Bei der AfD ist der Jubel am Wahlabend groß. Ein Blick zur Wahlparty in Cottbus: sim

Nur die knappe Hälfte der 50 Cottbuser AfD-Mitglieder saß am Sonntagabend im Turmzimmer des "Stadtwächters", um das Wahlergebnis zu feiern. "Ziel erreicht, wir sind drittstärkste Kraft und Merkel hat einen Denkzettel bekommen", freut sich Marianne Spring-Räumschüssel, die Cottbuser Spitzenkandidatin. In Brandenburg werde das Ergebnis noch deutlich höher ausfallen, prophezeit sie schon um 18.30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt müssen die AfD-Anhänger noch mit den Informationen auskommen, die sie über ihre Smartphons erhalten. Der Fernseher in der Gaststube streikt. Als dann wenig später die Nachricht eintrifft, dass die AfD im Osten mit etwa 20 Prozent zweitstärkste Partei ist, branden Jubel und Applaus auf.

Auch Gerd Lösky, nicht Mitglied, aber Sympathisant der Partei, freut sich: "Da muss man sich einfach freuen, Merkle muss weg", sagt der Senior. Dass die Partei gerade im Osten so großen Zuspruch bekommt, wundert ihn nicht: "Wir haben doch ein ganz anderes Leben hinter uns, dass diese arabischen Invasoren hier kommen, dass haben wir uns doch nicht träumen lassen." Auf die Frage, was an der AfD noch für ihn wichtig sei, kommt nach einer kurzen Pause nur die Forderung nach Abschaffung der GEZ-gebühren.

Klaus Groß, der für Marianne Spring-Räumschüssel den Wahlkampf organisiert hat, weiß sich differenzierter auszudrücken. "Wir fahren jetzt die Ernte ein für einen guten Wahlkampf", sagt er. Er freut sich, dass Parteichef Jörg Meuthen angekündigt hat, dass die Partei als erste Aktion im Bundestag einen Untersuchungsausschuss Merkel ins Leben rufen wird: Da bin ich sehr dafür", so groß. Er freut sich auch darüber, dass die Partei jetzt mit der Wahlkampfkostenerstattung eine starke Finanzspritze bekommt: "Im nächsten Wahlkampf können wir dann ganz anders auftreten."