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"Cottbus zeigt Gesicht" wird sehr weiblich sein

Frauen ließen sich von Pastor Gunnar Brenner leichter überzeugen, per Foto Teil der Ausstellung "Cottbus zeigt Gesicht" zu werden.
Frauen ließen sich von Pastor Gunnar Brenner leichter überzeugen, per Foto Teil der Ausstellung "Cottbus zeigt Gesicht" zu werden. FOTO: rur1
Cottbus. Gottes geliebte Menschen sollen ab Mittwochabend in einer Fotoausstellung in der Bautzener Straße 111 zu sehen sein. Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde startete dafür am Samstag eine Fotoaktion. rur1

Passanten wurden am Platz vor dem Stadtbrunnen angesprochen, ob sie mit einer Aufnahme die Ausstellung "Cottbus zeigt Gesicht" mitgestalten wollen.

Viele zögerten, fühlten sich für ein solches Bild nicht passend geschminkt, frisiert und angezogen oder meinten, nicht fotogen zu sein. Aber zahlreiche Menschen ließen sich letztlich doch überzeugen, mitzumachen.

"Jeder Mensch ist auf seine Art schön. Das wollen wir mit dieser Aktion ihm selbst und allen zeigen, die sich die Ausstellung ansehen", sagte Gerd Banek, der die Cottbuser Gemeinde leitet.

Damit sich die Porträtierten selbst schön fühlen, suchte Pastor Gunnar Brenner mit jedem geeignete Posen aus. Böses Gesicht oder lächelndes, dynamisch voranschreitend oder nachdenklich-zurückhaltend, individuell wurde das am besten passende Motiv entwickelt. "Ich habe einen künstlerischen Anspruch, möchte die Porträtierten ansprechend in Szene setzen", erläuterte der Pastor. Der Fotografierte entschied anschließend, welches Bild in der Ausstellung zu sehen sein wird. Dabei wurden auch Aufnahmen ausgewählt, die nicht zu den Favoriten von Gunnar Brenner zählten. Aber das letzte Wort hatten die Fotografierten.

Die Schau, die auch an anderen Orten zu sehen ist, wird bis zum 25. Mai ein weiblich geprägtes Cottbus-Gesicht zeigen. Die Aktion zog meist Frauen an.