Um Gesicht gegen Rechts zu zeigen, sind alle Cottbuser eingeladen, sich zwei Abholdemos anzuschließen, zu denen das Bündnis "Cottbus bekennt Farbe" einlädt. Die Nordroute führt von der BTU über den Stadthallenvorplatz, den Altmarkt und den Schlosskirchplatz zum Brandenburger Platz. Dieser Zug startet um 17 Uhr. Die Demonstranten der Südroute laufen vom Sportlerdenkmal an der Dresdener Straße vorbei an Vattenfall, der Lila Villa, der Lutherkirche und dem Gladhouse zum Brandenburger Platz, wo sie sich mit den Teilnehmern der Nordroute treffen und gemeinsam zum Staatstheater ziehen. Laut Lothar Judith von "Cottbus bekennt Farbe" haben sich im vergangenen Jahr rund 1500 Cottbuser der NPD-Kundgebung entgegengestellt, die es noch auf 50 Teilnehmer gebracht hat.

"Wir hoffen, dass sich in diesem Jahr mindestens so viele Menschen unseren Demos anschließen werden wie in den Vorjahren. Unser Motto lautet: Cottbus für alle!", betont Lothar Judith. Die Abschlusskundgebung von "Cottbus bekennt Farbe" beginnt um 18 Uhr auf dem Schillerplatz. Als Redner werden unter anderem der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU), BTU-Präsident Jörg Steinbach, Vattenfall-Vorstandsmitglied Michael von Bronk und Kulturstaatssekretär Martin Gorholdt (SPD) erwartet. "Cottbus Nazifrei!" lädt ab 17.30 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Knappschaftsplatz ein.

Unweit davon, am Bahnhof, wollen sich ab 17.45 Uhr die NPD-Anhänger treffen. "Um dem Geschichtsrevisionismus der Neonazis keinen Raum zu geben, rufen wir alle Menschen zum Protest in Hör- und Sichtweite auf", sagt Jakob Lupus von "Cottbus Nazifrei!". Nach Abschluss der Kundgebung auf dem Schillerplatz wird es eine "Shuttle-Demo" zum Knappschaftsplatz geben. "So wollen wir allen Interessierten ermöglichen, sowohl ein buntes Zeichen in der Innenstadt zu setzen, als auch direkten Protest zu zeigen", sagt Lupus. Auch die Polizei wird rund um die Veranstaltungen zum 15. Februar Präsenz zeigen - mit welcher Mannschaftsstärke verrät sie nicht. "Wir werden sehr gut aufgestellt und vorbereitet sein. Wir haben viel Erfahrung, schließlich finden die Veranstaltungen nicht zum ersten Mal in Cottbus statt", sagt Polizeisprecher Torsten Wendt.