| 02:32 Uhr

Abwassergebühren neu berechnen
Cottbus will Gebühren teilen

Cottbus. Die Cottbuser Stadtverwaltung will die Abwassergebühren neu berechnen und schlägt analog der Trinkwassergebühren eine Teilung in Grund- und ein Verbrauchsentgelt vor. Die Abwassergebühren für das kommende Jahr bleiben demnach stabil. Peggy Kompalla

Die Arbeitsgruppe Abwasser, in der neben der Stadtverwaltung die Fraktionen und die Bürgerinitiativen vertreten sind, ist dem Vorschlag einhellig gefolgt. Ordnungsdezernent Thomas Bergner (CDU) ergänzt: "Die AG hat sehr befürwortet, was wir vorgelegt haben." Umwelt- und Wirtschaftsausschuss schickten die Vorlage indes in eine zweite Runde, um Satzung und Kalkulation im Detail in den Fraktionen zu diskutieren.

Denn tatsächlich gibt es offene Fragen. So haben nicht alle Grundstückseigentümer ihre Kanalanschlussbeiträge zurückgefordert. Der Stichtag dafür ist mit dem 30. September bereits verstrichen. "Es sind viele Anträge eingegangen, die noch erfasst werden", erklärt Heike Reinschke aus der Stadtverwaltung. Doch es zeige sich bereits jetzt deutlich, dass eine Summe im Millionenbereich von den Cottbusern nicht zurückgefordert worden ist. Deshalb werde derzeit rechtlich geprüft, ob dieses Geld in die Abwasserkalkulationen der Folgejahre einfließen kann. "Dazu sind aber derzeit keine klaren Aussagen möglich", so Heike Reinschke. Es ist also unklar, ob und welche Auswirkungen diese nicht abgerufene Summe auf die Gebührenentwicklung haben wird.

Nichtsdestotrotz legt die Verwaltung eine Berechnung für die Abwassergebühren 2018 vor - in zwei Varianten. Ohne Teilung würde der Kubikmeter demnach 4,15 Euro kosten (2017: 4,17 Euro). Der Preis würde auf 3,36 Euro sinken, wenn eine Grundgebühr eingeführt wird. Die soll sich auf vier Euro je Wohneinheit und Monat belaufen. Die Grundgebühr würde für sämtliche Vorhaltekosten zur Abwasserentsorgung abgerechnet werden. Das ist ein fester Betrag unabhängig vom Verbrauch. Obendrauf kommt das Verbrauchsentgelt, das wiederum mengenabhängig ist.