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| 20:54 Uhr

Partnerschaft mit Leag bei Fernwärmeversorgung wird fortgeführt
Cottbus trennt sich von der Kohle

Das Heizkraftwerk gehört den Stadtwerken. Nachdem es jahrelang für kostenintensive Pannen berüchtigt war, läuft es nun störungsfrei.
Das Heizkraftwerk gehört den Stadtwerken. Nachdem es jahrelang für kostenintensive Pannen berüchtigt war, läuft es nun störungsfrei. FOTO: M. Behnke
Cottbus. Stadtparlament stimmt zu – die Stadtwerke investieren 75 Millionen Euro in Gasheizkraftwerk.

Das Cottbuser Stadtparlament hat am Mittwochabend in einer nicht öffentlichen Sitzung der 75 Millionen Euro schweren Investition der Stadtwerke für ein neues Gasheizkraftwerk zugestimmt. Damit verabschiedet sich der kommunale Energieversorger bis zum Jahr 2022 von der Braunkohle. Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) sagte am Abend: „Aus heutiger Sicht ist das die beste Entscheidung.“ Die Partnerschaft mit dem Energiekonzern Leag bei der Fernwärmeversorgung werde fortgeführt. „Das sichert Arbeitsplätze im Kraftwerk Jänschwalde und erhöht die Wirtschaftlichkeit der Stadtwerke“, so der Oberbürgermeister.

Kritik hatte es bereits vorab von der SPD gegeben. Die Partei forderte eine öffentliche Debatte über die Neuausrichtung der Stadtwerke. Der Cottbuser SPD-Chef Gunnar Kurth erklärte: „Jetzt wird nur ein fossiler Energieträger durch einen anderen ersetzt.“ Fraktionschefin Lena Kostrewa ergänzte: „Aus unserer Sicht hätte vor dieser Entscheidung das neue Angebot der Leag von einem Wirtschaftsprüfer untersucht werden müssen.“ Die SPD-Fraktion stimmte deshalb am Mittwochabend geschlossen mit Nein.

Stadtwerke-Chef Vlatko Knezevic begründet die Investition in ein neues Gasheizkraftwerk mit den politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen. Die Stadtwerke müssen demnach jetzt Geld in die Hand nehmen, um überhaupt noch von der aktuellen und in absehbarer Zeit allerdings auslaufenden Bundesförderung aus dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz profitieren zu können.