ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:04 Uhr

UPDATE4: Messer-Attacke in Cottbus
Landesregierung: Spitzentreffen zur Sicherheitslage in Cottbus

Hier am Cottbuser  Blechen-Carré hat sich die neuerliche Messer-Attacke am Mittwoch ereignet.
Hier am Cottbuser Blechen-Carré hat sich die neuerliche Messer-Attacke am Mittwoch ereignet. FOTO: Frank Hilbert
Cottbus . Zwei gewalttätige Vorfälle in Cottbus, an denen junge Flüchtlinge beteiligt waren, besorgen offenbar auch die Brandenburger Landesregierung in Potsdam. Ministerpräsident und Innenminister verurteilen die Angriffe. Am Freitag soll es ein Spitzentreffen mit dem Cottbuser Oberbürgermeister zur Sicherheitslage in der Stadt geben.

Am Freitag treffen sich in Cottbus Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD), Bildungsstaatssekretär Thomas Drescher und Vertreter der Polizei mit Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU). Das teilte das Innenministerium mit. Sie wollen gemeinsam über repressive und präventive Maßnahmen zur wirksamen Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung in der Stadt beraten. Das Land reagiert damit auf die beiden schweren Zwischenfälle mit Beteiligung syrischer Jugendlicher in der Stadt. Am Mittwoch hatten ein 16- und ein 15-jährigerFlüchtling einen jungen Cottbuser nach einem Streit in der Cottbuser Innenstadt mit einem Messerschnitt im Gesicht schwer verletzt.

Die beiden mutmaßlichen Täter wurden am Donnerstagvormittag festgenommen. Gegen sie wurden, nach Auskunft der Staatsanwaltschaft, Haftbefehle wegen Wiederholungsgefahr erlassen. Sie befinden sich in Untersuchungshaft.

Am vorigen Freitag hatten drei andere syrische Jugendliche am selben Ort in der Innenstadt ein Ehepaar grundlos tätlich angegriffen und mit einem Messer bedroht.

„Ich erwarte von jungen Menschen, die hier bei uns Aufnahme gefunden haben, dass sie sich an Recht und Gesetz halten, anstatt Bürgerinnen und Bürger auf offener Straße anzugreifen“, so Schröter. Es seien beschämende Vorfälle, die Konsequenzen haben müssten:“Hier findet bei mir jede Toleranz ein Ende.“

Die Polizei hat unterdessen als erste Maßnahme ihre Präsenz in Cottbus verstärkt.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) kündigte an, die Stadt bei der Bewältigung des Problems zu unterstützen. Auch er forderte, dass der Staat mit der ganzen Härte des Gesetzes klar Position bezieht gegen diejenigen, die unser gesellschaftliches Zusammenleben gefährden. „Wir werden es nicht durchgehen lassen, dass Einzelne-egal ob Flüchtlinge oder die rechtsextremistische Szene- die Menschen in der Stadt durch ihre Gewalt gefährden oder verunsichern“, so Woidke.

Neben den weiteren Ermittlungen zu den beiden Gewalttaten, geht die Polizei in Cottbus auch einem Geheimnisverrat aus den eigenen Reihen weiter nach.Am Mittwoch waren vertrauliche Polizei-Daten als Screenshot im sozialen Netzwerk Facebook aufgetaucht.

(fh/sim/lsc)