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Cottbus: Stadt will Engagement mit Bürgerstiftung stärken

Cottbus. Ohne das ehrenamtliche Engagement wäre Cottbus nur halb so liebens- und lebenswert. Das weiß Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) nur zu gut. Deshalb nutzte er den Neujahrsempfang auf dem Uni-Campus Dienstagabend, um fünf verdienstvolle Cottbuser zu ehren. Dieser Einsatz für die Stadt soll durch eine Bürgerstiftung einfacher werden. Von Peggy Kompalla

Es ist längst zur Tradition geworden, dass sich engagierte Cottbuser vor großem Publikum in die Ehrenchronik der Stadt eintragen. Zu diesen besonderen Menschen gehört Ramona Franze-Hartmann. Der Chefin der Freiwilligenagentur hat Cottbus zu verdanken, dass sich in der Stadt ein wahres Freiwilligenmanagement etabliert hat. So bereichern heute Projekte wie Seniortrainer, Lesefuchs oder Wunschgroßeltern den Alltag der Menschen. Ähnlich verbindend ist die Arbeit von Axel Hansch. Als Vorsitzender des Verbundes der Vereine hat er nicht nur den Tag der Vereine ins Leben gerufen, sondern auch die Akademie des Ehrenamts.

Auch für Unternehmer ist der Einsatz für die Stadt wichtig. Zu ihnen gehören der Elektro-Großhändler Kay Behrendt, der Druckereichef Dieter Schiemenz und der Orthopädiehandwerker Jörg Zimmermann. „Das ehrenamtliche Wirken Tausender ist unverzichtbar“, betonte der Oberbürgermeister während der Neujahrsansprache.

Das könnte künftig noch einen kleinen zusätzlichen Schubs bekommen. So kündigte Frank Szymanski die Gründung einer Bürgerstiftung an. „Sie setzt sich das Ziel, gute Ideen zu unterstützen, Hilfestellung bei der Umsetzung von Projekten zu geben und Menschen als Stifter, Spender und Ehrenamtliche zusammenzuführen.“ Künftig sollen also auf diese Weise Projekte umgesetzt werden, die keine anderen Finanzierungswege in Cottbus und im Landkreis Spree-Neiße finden.

Finanzieren wird sich die Stiftung durch Spenden der Bürger. „Spendet jeder Bürger unserer Region nur einen einzigen Euro pro Jahr, haben Projekte die unser Land dringend braucht, bald eine Zukunftschance.“

So erhöht jeder Euro das Stiftungskapital, aus dem die Erträge erzielt werden und in den Stiftungshaushalt fließen. Für die Gründung der Bürgerstiftung wird ein Kapital von 20 000 Euro benötigt. Noch ist es nicht zusammen, ein Treuhandkonto ist bei der Sparkasse Spree-Neiße eingerichtet.