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Cottbus sieht Verantwortung in Forst

Cottbus. Bildungsdezernent Berndt Weiße (parteilos) reagiert auf die Kritik aus Kolkwitz an der Gesamtschul-Diskussion. Er erklärt: "Wir sind nicht der Ansprechpartner für Kolkwitz, sondern das ist Forst. Die Kreisgrenze existiert. Sie ist rechtlich da." Peggy Kompalla

Die Stadt sieht die Verantwortung also beim Landkreis Spree-Neiße. Weiße zeigt sich am Dienstag irritiert: "Wir bekommen die Kritik ab, dabei haben wir unsere Hausaufgaben gemacht." Der FDP-Politiker Jürgen Türk und die Kolkwitzer Elterninitiative "Weiterführende Schule" werfen Cottbus vor, bei der Schulplanung nicht über die Stadtgrenzen hinauszusehen.

Genau das habe Cottbus aber getan, verteidigt sich Berndt Weiße. Denn anders als der Landkreis habe die Stadt ihre Untersuchung zum Thema vorgestellt. Darin legt das Bildungsdezernat die Auswirkungen dar, die die Eröffnung einer weiteren Gesamtschule auf andere Schulen in Cottbus haben würde. Ein ähnlich lautender Prüfauftrag ist von den Kreistagsabgeordneten auch an das Bildungsdezernat in Forst gegangen. Doch bislang liegt keine Antwort aus Spree-Neiße vor.

Kolkwitz kämpft seit fast anderthalb Jahren um die Öffnung einer weiterführenden Schule. Dafür setzt sich eine Elterninitiative ein, die die Großgemeinde als guten Standort für eine Gesamtschule versteht.

Diese Schulform ist besonders begehrt. In Cottbus muss die Theodor-Fontane-Gesamtschule in Sandow regelmäßig Schüler ablehnen. Deshalb besteht auch in der Stadt bei Eltern und Schülern ein Interesse daran, dass mehr Gesamtschul-Plätze geschaffen werden. Aus Sicht der Verwaltung ist das jedoch nicht nötig. Demnach ist das Angebot für alle Bildungsgänge ausreichend.

Dezernent Weiße betont darüber hinaus: "Seit 1991 stimmen wir die Schulentwichklungsplanung mit dem Landkreis ab. Wir sind im Zeitplan."