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Cottbus siegt beim enviaM-Wettbewerb

Das Sieger-Trio "FLI" vom Konservatorium Cottbus.
Das Sieger-Trio "FLI" vom Konservatorium Cottbus. FOTO: Michael Setzpfandt
Cottbus. Am Samstag hat im Konservatorium Cottbus der enviaM-Landeswettbewerb "Musik aus Kommunen" für Ensembles stattgefunden. Laura Jouline Biehl, Ida Hettchen und Florentine Angelina Agotz aus Cottbus haben den ersten Platz abgeräumt. Rüdiger Hofmann

Ausgetragen wurde der Wettstreit in zwei Altersgruppen. In der Gruppe I die Jahrgänge ab 2003, in der Gruppe II die Jahrgänge 1997 bis 2002. Besonders stark vertreten waren Schülerinnen und Schüler aus Cottbus und dem Elbe-Elster Kreis.

Am Ende konnten sich die drei Schülerinnen Florentine Angelina Agotz (Fagott), Laura Jouline Biehl (Querflöte) und Ida Hettchen (Klarinette) vom Konservatorium Cottbus in der Altersgruppe I durchsetzen. Sie traten unter dem Namen "FLI", das die Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen vereint, als Ensemble an. Den Sonderpreis der Altersgruppe I gewann das Akkordeon-Trio um Lucie-Anouk Steinke, Paul Pigola und Richard Schellenberg, ebenfalls aus dem Konservatorium Cottbus. In der Altersgruppe II war das "Liebermann Quartett" an Violine und Violoncello aus Frankfurt (Oder) siegreich.

Die envia Mitteldeutsche Energie AG, der Verband deutscher Musikschulen (VdM) und die Musikschulen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg suchen mit dem Wettbewerb "enviaM - Musik aus Kommunen" jedes Jahr junge Instrumental- und Gesangstalente und fördern das Musizieren im Ensemble. Die erste Wettbewerbsrunde fand nun als Landesausscheid in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg statt.

Modus

"In einem Auswahlvorspiel werden die ersten drei Preisträger jeder Altersgruppe und der Gesamtsieger des Landeswettbewerbs ermittelt", erklärt Norbert Löhn, Projektleiter des enviaM-Wettbewerbs Brandenburg, den Modus. Der Gesamtsieger darf dann am Finalwettbewerb teilnehmen, der am 18. November in Cottbus am Staatstheater ausgespielt wird. Den musikalischen Rahmen bilden dort die Deutsche Streicherphilharmonie und die Junge Philharmonie Brandenburg. "Außerdem nehmen die Gewinner des Wettbewerbs beider Altersgruppen an Workshops mit Musikern des MDR-Sinfonieorchesters oder - im Falle von Vokalensembles - mit Sängern des MDR-Rundfunk-Chores teil", sagt Löhn. Für den diesjährigen Wettbewerb hatten sich in allen drei Bundesländern insgesamt 64 Ensembles mit 207 Musikern und Sängern angemeldet. Davon starteten allein 29 Ensembles mit 89 Teilnehmern in Cottbus beim Landeswettbewerb in Brandenburg.

So wie das Gewinner-Trio "FLI" aus Cottbus. Florentine Angelina Agotz, Laura Jouline Biehl und Ida Hettchen konnten an ihren Instrumenten wundervoll überzeugen. "Sie haben neben den Gedanken über zwei ungarische Volkslieder und eine Partia noch eine eher ungewöhnliche Improvisation gespielt", sagt Lehrer Michael Dittrich, zugleich Stellvertretender Direktor des Konservatoriums Cottbus. Improvisieren heißt zugleich experimentieren, und das taten die Mädels auf hervorragende Weise. Fetzig kam das Stück herüber, mit Mimik und Gestik verliehen die drei ihren Stücken noch zusätzlich Ausdruck. Das bewertete auch die mehrköpfige Jury so.

Die Jury

Sie setzt sich aus Vertretern des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM), der Landesverbände der Musikschulen, der Deutschen Streicherphilharmonie (DSP), der austragenden Musikschule und ihrer Träger-Kommune, des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), des Rundfunks Berlin Brandenburg (rbb) sowie der envia Mitteldeutsche Energie AG zusammen.

Unterschied zu "Jugend musiziert"

Im Unterschied zu "Jugend musiziert" sitzen beim enviaM-Wettbewerb auch Nicht-Musiker in der Jury. Nicht nur die musikalische Qualität, sondern auch die Präsentation und die Effekte bei der jeweiligen Darbietung spielen bei den Bewertungsmaßstäben eine Rolle. Wie wirkt das musikalische Geschehen, welche Mittel werden eingesetzt, harmonieren die Spieler miteinander? Die jeweilige Spielzeit umfasst bei allen Interpreten maximal 15 Minuten.

Auch die leistungsstarke Kreismusikschule "Gebrüder Graun" aus dem Elbe-Elster Kreis hatte Schützlinge nach Cottbus geschickt. Das Ensemble "Quadro" mit den Violinistinnen Anna Rebecca Brauer, Sophie Leonore Brauer, Gazal-Marie Kücük und Jolina Große von der Kreismusikschule "Gebrüder Graun" belegte den dritten Platz in der Altersgruppe I.

Weitere Preisträger

Sonderpreis AG II: K.L.A.N.G. - Kunstvolle Lieder Aus Neuen Geräuschen:

Pascal Städter, Tim Rudolf (Marimba); Kreismusikschule "Gebrüder Graun" (Landkreis EE)

Sonderpreis AG II: Klarimbianer:

Nils Ertle (Percussion, Mallets), Marie Hauke (Klarinette); Kreismusikschule "Gebrüder Graun" (LK EE)

Förderpreis Ensembleprojekt: Diva:

Sarah Gruca, Nadine Sachse (Gesang), Robert Wällnitz (Piano/Key), Christian Wehnert (Sax), Michael Schultz (Bass), Katrin Hensel (Gitarre), Toni Hannak (Drums) (Kreismusikschule OSL)

https://musik-aus-kommunen.de/