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| 17:02 Uhr

Cottbus
Sachsendorfer leiden unter Lärm

Cottbus. Stadt und Sozialarbeiter setzen auf Prävention.

Die SPD-Abgeordnete Kerstin Kircheis hat in der letzten Sitzung der Stadtverordneten ein Thema auf die Tagesordnung gesetzt, das vielen Sachsendorfern buchstäblich den Schlaf raubt: Mit steigenden Temperaturen halten sich immer mehr Menschen immer länger im Freien auf – und dabei machen sie offenbar Krach.

Viele Sachsendorfer fühlen sich in der Mittagszeit und nach 22 Uhr gestört. Besonders unter dem Sachsendorfer Zelt und an der Trampolin­anlage am Bürgerpark halten sich offenbar viele Jugendliche auf, die aus mitgebrachten Boxen laut Musik hören. Die SPD-Fraktion im Rathaus wollte daher wissen, ob die Stadt überhaupt von den wiederholten Ruhestörungen weiß und was sie unternehmen will, um die Situation zu verbessern.

Ordnungsdezernent Thomas Bergner (CDU) kennt das Problem, mehrere Anwohner haben sich beim zuständigen Ordnungsamt beschwert. „Wir sind mit unseren Mitarbeitern im ganzen Stadtgebiet und in Sachsendorf unterwegs. Auch unsere gemischten Streifen sind regelmäßig am Gelsenkirchener Platz vor Ort, um Ruhestörungen und Belästigungen zu unterbinden.“

Stadtteilmanager Sven Feldner hofft allerdings, dass auch präventive Maßnahmen Wirkung zeigen. „Wir wollen an den Hotspots Schilder aufstellen“, sagt er. So soll auf die Ruhezeiten hingewiesen werden. „Wir wollen auch die Telefonnummern bekannt machen, unter denen man sich beim Ordnungsamt beschweren kann“, sagt Feldner. Schwieriger sei es, wenn es außerhalb der Dienstzeiten zu Lärmbelästigungen komme.

Thomas Bergner: „Wenn das Ordnungsamt nicht besetzt ist, ist die Polizei zuständig.“ Sie würde im Rahmen ihrer Kapazitäten ebenfalls auf Beschwerden reagieren.

Im Rahmen der vergangenen Bürgerdialoge war es auch im Bereich Sandow immer wieder zu Klagen über nächtliche Lärmbelästigungen, Müll und Pöbeleien gekommen. Der Ordnungsdezernent hatte eine Task Force eingesetzt, die sich speziell um das Sandower Problem gekümmert hatte. Die Beschwerdehäufigkeit hatte sich danach reduziert.

(hil)