ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 13:46 Uhr

Cottbus rechnet nach: Kreisreform ist Minusgeschäft

Dietmar Woidke war nie Anhänger einer neuen Kreisgebietsreform in Brandenburg. Als Innenminister hat der SPD-Politiker stets auf Freiwilligkeit vor Ort gesetzt – auch beim Zusammengehen von Landkreisen. Dennoch sorgt die Absage des Ministerpräsidenten und SPD-Landeschefs an eine baldige Kreisneugliederung für Verwirrung – auch im Landessüden.
Dietmar Woidke war nie Anhänger einer neuen Kreisgebietsreform in Brandenburg. Als Innenminister hat der SPD-Politiker stets auf Freiwilligkeit vor Ort gesetzt – auch beim Zusammengehen von Landkreisen. Dennoch sorgt die Absage des Ministerpräsidenten und SPD-Landeschefs an eine baldige Kreisneugliederung für Verwirrung – auch im Landessüden. FOTO: LR
Cottbus. Die geplante Kreisgebietsreform und die damit einhergehende Einkreisung von Cottbus wäre ein Minusgeschäft für die Stadt. Das erklärt der Cottbuser Finanzbeigeordnete Markus Niggemann (CDU). Er hat mit seinem Fachbereich das Szenario einer Einkreisung nach Spree-Neiße durchgerechnet. pk

Dabei kommen die Finanzer auf ein dickes Minus, das zwischen elf und 22 Millionen Euro im Jahr liegt. Damit widerspricht der Finanzbeigeordnete vehement dem Brandenburger Finanzminister Christian Görke (Linke). Sein Ministerium verspricht Cottbus ein Entlastungspotenzial in mindestens zweistelliger Millionenhöhe pro Jahr - allerdings ohne eine konkrete Rechnung vorzulegen.

"Die Kreisreform in Brandenburg - umstritten, aber notwendig?" ist das Thema einer öffentlichen Sendung aus der Reihe "radioeins- und Rundschau-Spezial am Donnerstag, 23. Juni ab 19 Uhr live aus dem Forster Hof in Forst (Spree-Neiße). Die Moderatoren Jan Vesper (radioeins) und Jan Siegel (RUNDSCHAU) haben sich dazu streitbare Gesprächspartner eingeladen. Zu hören ist die Sendung in der Lausitz auf 95,1 MHz.