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Kita-Streit in Cottbus
Stadt reagiert auf Kita-Kritik

Cottbus. Das angekündigte Gespräch Mitte Januar soll Klarheit bringen.

„Es ist nicht unsere Art, offene Briefe mit offenen Briefen zu beantworten“, sagt Dezernentin Maren Dieckmann, Leiterin des Geschäftsbereichs Jugend, Soziales, Bildung, Kultur bei der Cottbuser Stadtverwaltung. Damit reagiert die Stadtverwaltung öffentlich auf die Vorwürfe der Kita-Träger, ein Austausch zu drängenden Problemen finde nicht statt.

Am 18. Januar werde es ein ausführliches Gespräch mit der AG 78 geben, in der die freien Kita-Träger organisiert sind. Dort würden alle Probleme auf den Tisch gepackt und ausdiskutiert, kündigt die Stadtverwaltung in einer Mitteilung an. Der Termin sei den Trägern bereits bekannt, zumal er in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung sowie im Jugendhilfeausschuss angekündigt worden sei.

Das Gespräch diene genau dem Zweck, eine Eskalation im Kita-Streit zu vermeiden. Anlass, aber nicht der einzige Streitpunkt für den Streit war die in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung nach langen Verhandlungen beschlossene Sachkosten-Finanzierungsrichtlinie. Kita-Träger hatten kurz vor dem Beschluss auch auf die Personalsituation in den Einrichtungen verwiesen. Die Betriebsräte gleich mehrerer freien Träger berichten von Überlastungsanzeigen und Krankheitsausfällen. Briefe und E-Mails der Träger an die Stadt seien unbeantwortet geblieben, so auch der offene Brief an Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU). Als „abenteuerlich“ bezeichnet die Stadtverwaltung den Vorwurf der Träger, es würde nicht mit ihnen geredet und verweist unter anderem auf die Jugendhilfeausschuss-Sitzungen, den Unterausschuss Kita sowie ein Fachgespräch zum Thema Anfang November.

Die Stadtverwaltung nennt in ihrer Mitteilung auch die neuen Kita-Projekte, darunter eine Einrichtung am Carl-Thiem-Klinikum und eine an der Wehrpromenade. Für beide Einrichtungen lägen bereits mehrere Bewerbungen von Trägern vor. „Das ist ein Zeichen dafür, dass die Gesamtfinanzierung nicht so schlecht sein kann, wie sie in der Öffentlichkeit dargestellt wird“, heißt es vonseiten der Cottbuser Stadtverwaltung.