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| 18:06 Uhr

Nacht der kreativen Köpfe
Neue Ideen schmieden für 20 Orte

Über 5000 Besucher nutzten dieses Jahr die Nacht der kreativen Köpfe. Bei built a rock - Jens Brand Felsenbau im Gewerbegebiet Dissenchen konnten sie sich sportlich austoben.
Über 5000 Besucher nutzten dieses Jahr die Nacht der kreativen Köpfe. Bei built a rock - Jens Brand Felsenbau im Gewerbegebiet Dissenchen konnten sie sich sportlich austoben. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Knapp zwölf Monate vor der nächsten Nacht der kreativen Köpfe beginnen die Macher mit den Vorbereitungen. Von Andrea Hilscher

Gerade erst ist die zwölfte „Nacht der kreativen Köpfe“ über die Bühne gegangen, da beginnen die Macher schon wieder mit den Vorbereitungen der nächsten Kreativ-Nacht. „Zusammen mit den beteiligten Firmen sitzen wir in einer Arbeitsgruppe zusammen, werten gemeinsam die letzte Nacht der kreativen Köpfe aus und sprechen über ein mögliches Motto für die nächste Nacht“, erklärt Jörg Ackermann, einer der Geschäftsführer von Pool Production.

Die „Agentur für Aufmerksamkeit“ hat vor einigen Jahren die Organisation und Durchführung der zunächst rein städtischen Veranstaltung übernommen. „Inzwischen haben über 140 Firmen mitgemacht, es kommen jedes Jahr 5000 bis 6000 Besucher. Beim letzten Mal waren an den 20 Orten 1000 Mitwirkende im Einsatz – ein ganz schöner Kraftakt“, sagt Ackermann.

Traditionell sind es 20 Orte, die sich auf diese Art präsentieren können, als „Stammgäste“ sind die BTU und die heutige Leag gesetzt. „Die haben einen tollen Zulauf, bieten jedes Jahr sehr viel und sind natürlich auch in der Stadt ganz zentrale Player.“ Neben den Firmen, die regelmäßig bei der NDKK mitmachen, sind jedes Jahr fünf bis zehn Neulinge an Bord. „Wir sprechen Firmen oder Institutionen an, die uns neugierig machen, andere bewerben sich bei uns um eine Teilnahme“, erklärt Jörg Ackermann. Große und kleine Anbieter sollen dabei sein, einen räumlichen Schwerpunkt auf Stadtteilen, die sonst nicht so im Fokus liegen, soll es geben und zum jeweiligen Motto soll der Ort auch noch passen.

Dieses Jahr lautete das Motto „Wirtschaft und Digitalisierung“, was nach Einschätzung der Organisatoren sehr gut funktioniert hat. „Es war für uns selbst überraschend, was die Firmen auf diesem Gebiet alles leisten“, schwärmt der Pool-Production-Chef. Bei der Baumaschinenfirma Carl Beutlhauser etwa konnten Eltern mit ihren Kleinsten Baggerfahren üben, gleichzeitig aber auch etwas darüber erfahren, wie die Firma Kraftwerksmaschinen über große Entfernungen hinweg prüft und wartet.

Nicht nur einzelne Firmen sollen sich bei dieser außergewöhnlichen Nacht präsentieren, auch die zahlreichen funktionierenden Netzwerke der Stadt wollen Ackermann und seine Mitstreiter zeigen. „Es ist spannend  zu erleben, wie eine Stadt funktioniert und, wie ihre einzelnen Bausteine ineinandergreifen.“

Doch zurück zur aktuellen Planung. Beim letzten Treffen der Organisatoren wurden bereits erste Weichen für 2019 gestellt. Der Termin am 19. Oktober steht. Das Motto wird lauten „Wirtschaft und Phänomene“. Erstmals ein weit gefasstes Thema, dass viele Aspekte beinhaltet. „Wir könnten das Phänomen Autobahnstau beleuchten oder das Phänomen Angst, das Phänomen Plastik im Körper oder das Phänomen Flüchtlinge“, sagt Jörg Ackermann. Der Bereich Integration sei im übrigen bereits ausgesprochen erfolgreich im Stadtmuseum und im Stadthaus beleuchtet worden – „mit tollen Ideen und guter Resonanz“.

Beibehalten wollen die Macher den erweiterten Veranstaltungszeitraum. Der Beginn um 18 Uhr sei familienfreundlicher als 19 Uhr, gerade in diesem Jahr seien sehr viele Kinder unterwegs gewesen. Nachdem in diesem Jahr Sandow und der Merzdorfer Weg ein kleines NdkK-Zentrum gebildet haben, liegt 2019 ein Fokus auf Sachsendorf. „Für Besucher und Veranstalter ist es schön, wenn einige Orte dicht beieinander liegen. Das spart Zeit, gibt außerdem Einblicke in sonst eher unbekannte Bereiche der Stadt.“

Bisher stehen etwa die Hälfte der Orte für das kommende Jahr fest, voraussichtlich zum Jahreswechsel sind alle 20 Teilnehmer an Bord. Die Crew von Pool Production besucht dann nach und nach alle Teilnehmer und entwickelt mit ihnen gemeinsam Ideen, wie das aktuelle Motto am jeweiligen Ort umgesetzt werden kann – ein kreativer Prozess, der auch nach zwölf Jahren Erfahrung immer wieder Überraschungen für die Veranstalter bereithält.

Jörg Ackermann freut sich jedenfalls schon jetzt auf den 19. Oktober 2019. „Wenn man dann so gegen Ende der Nacht sieht, wie glücklich alle Leute sind, die an dem Projekt mitgearbeitet haben, dann weiß man, dass sich die Arbeit von so vielen Menschen wieder einmal gelohnt hat.“