(red/dst) Im Cottbuser Menschenrechtszentrum in der Bautzener Straße ist am Sonntag die neue Dauerausstellung „Haft – Zwang – Arbeit im Zuchthaus Cottbus 1933 – 1989“ eröffnet worden. Der Verein Menschenrechtszentrum will mit der Schau die Erinnerung wachhalten und DDR-Geschichte aufarbeiten.

Trotz zahlreicher Publikationen zur Stasi-Untersuchungshaft und dem Strafvollzug in der DDR sowie einiger Veröffentlichungen speziell zur Zwangsarbeit politischer Häftlinge in den vergangenen zwei Jahren gibt es bisher keine Ausstellung, die sich schwerpunktmäßig oder ausschließlich mit dem Thema Zwangsarbeit politischer Häftlinge im Strafvollzug der DDR und in der Zeit des Nationalsozialismus in der Form befasst wie die neue Cottbuser Ausstellung. Zahlreiche Informationen, authentische Objekte aus der jeweiligen Epoche und Zeitzeugeninterviews in Schrift und Film ermöglichen einen bewegenden Einblick in den Arbeitsalltag, die Arbeitsbedingungen, besonders die Auflehnung von Häftlingen und die darauf folgenden Disziplinarmaßnahmen.

In DDR-Gefängnissen wurden unter anderem Kameras, Waschmaschinen, Kühlschränke, Bettwäsche, sogar IKEA-Möbel gefertigt.

Das Menschenrechtszentrum ist dienstags bis freitags von  10 bis 17 Uhr, samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Bildergalerie Im Cottbuser Menschenrechtszentrum in der Bautzener Straße ist am Sonntag die neue Dauerausstellung „Haft – Zwang – Arbeit im Zuchthaus Cottbus 1933 – 1989 eröffnet worden. Der Verein Menschenrechtszentrum will mit der Schau die Erinnerung wachhalten und DDR-Geschichte aufarbeiten.