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| 17:14 Uhr

Putziges Hobby
Cottbus sucht schönstes Langohr

Preisrichter Helmut Burisch bewertet im Vorfeld der 24. Allgemeinen Niederlausitzer Kaninchen-Jungtierschau, die Tier nach verschiedenen Krierien. Unter anderem wird auch geschaut, ob die Nägel der Tiere geschnitten sind.
Preisrichter Helmut Burisch bewertet im Vorfeld der 24. Allgemeinen Niederlausitzer Kaninchen-Jungtierschau, die Tier nach verschiedenen Krierien. Unter anderem wird auch geschaut, ob die Nägel der Tiere geschnitten sind. FOTO: LR / Daniel Steiger
Cottbus. Bevor die Zuschauer zur Niederlausitzer Kaninchen-Schau dürfen, sind die Preisrichter aktiv. Von Daniel Steiger

Deutscher Widder, Blauer Wiener, Roter Neuseeländer ...   diese Begriffe lassen die Herzen der Anhänger von putzigen, felltragenden Vierbeinern mit langen Ohren schneller schlagen. Am Wochenende verwandelt sich die Gaststätte WK 13 in der Schopenhauerstraße im Cottbuser Stadtteil Sachsendorf in einen Mini-Zoo. Zu sehen gibt es aber nur eine Tierart. Hier wird nämlich zur 24. Allgemeinen Niederlausitzer Kaninchen-Jungtierschau geladen.

Blaurex.
Blaurex. FOTO: LR / Daniel Steiger

Bereits am Donnerstagvormittag stehen die kleinen Vierbeiner im Zentrum der Aufmerksamkeit. 35 Züchter haben auf Einladung des Kaninchenzuchtvereins der Stadt Cottbus knapp 180 Tiere in die Halle gebracht. Am Donnerstagvormittag wird geschaut, geprüft und gepustet. Es ist die Zeit der Preisrichter.

Marderkanichen blau.
Marderkanichen blau. FOTO: LR / Daniel Steiger

Helmut Burisch aus Fünfeichen ist einer von ihnen. „Wir schauen uns die Körperform der Tiere an, prüfen das Fell und die Kopfform. Auch die Deck- und die Unterfarbe werden bewertet“, erläutert Burisch und pustet einem Tier die Fellhaare zur Seite, um die Färbung des Haaransatzes zu erkennen. Auch die Pflege der Nägel wird begutachtet. Dann gibt es die begehrte Bewertung. Diese führt im Idealfall zum Niederlausitzpokal. Außerdem werden zahlreiche Ehrenpreise vergeben. „Bewertet werden bei der Schau ausschließlich Jungtiere“, so Helmut Burisch. Als Jungtier gelten Kaninchen zwischen drei und acht Monaten. Erkennbar sind Geburtsmonat und -jahr an einer kleinen Tätowierung am linken Ohr des Tieres.

Burgunder.
Burgunder. FOTO: LR / Daniel Steiger

Verliehen werden die Preise am Sonntag, einem der beiden Publikumstage, um 15 Uhr. Am Wochenende können die Cottbuser nämlich einen Blick auf die kuschligen Vierbeiner werfen. „Das machen wir schon viele Jahre so“, erzählt Thomas Büschel, der Zuchtwart des Cottbuser Vereins. „An solchen Wochenende haben wir etwa 80 bis 100 Besucher. Es könnten ein paar mehr sein, aber manche drehen am Eingang wieder ab, wenn sie sehen, dass wir Eintritt verlangen“, so Büschel. Ein Erwachsener zahlt zwei, ein Kind einen Euro. Damit decken die Ehrenamtler einen Teil des finanziellen Aufwandes, den sie mit der Schau haben.

Zwergwidder russenfarbig.
Zwergwidder russenfarbig. FOTO: LR / Daniel Steiger

Schon Tage vorher werden die vereinseigenen Kanichen-Käfige aufgestellt, Stroh muss herangeschafft und in den Käfigen verteilt werden, ein Container wird geordert, mit dem das Stroh nach den Ausstellungstagen entsorgt wird. „Hier steckt eine Menge Arbeit drin. Und die Kaninchenzucht ist nicht unbedingt ein Hobby für junge Menschen. Wir freuen uns aber trotzdem, dass die Zahl der ausstellenden Züchter über die Jahre stabil geblieben ist“, so Thomas Büschel.

Weißer Wiener.
Weißer Wiener. FOTO: LR / Daniel Steiger

Die Türen zur 24. Allgemeinen Niederlausitzer Kaninchen-Jungtierschau öffnen sich am Sonnabend, 8. September, von 9 bis 18 Uhr und am Sonntag, 9. September, von 9 bis 15 Uhr.

Informationen zum Cottbuser Verein und dem Hobby Kaninchenzucht: www.kaninchenverein-cottbus.jimdo.com