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Zuzug
Cottbus ist für Flüchtlinge attraktiv

Flüchtlinge in Cottbus
Flüchtlinge in Cottbus FOTO: Michael Helbig
Cottbus. In Cottbus leben in der Lausitz überproportional viele anerkannte Flüchtlinge. Was macht das mit der Stadt? Simone Wendler

Die Stadt hat sich zum Zuzugsort für anerkannte Flüchtlinge entwickelt. Die Gesamtzahl der in Cottbus lebenden Flüchtlinge stieg auf rund 3200. Im Stadtbild sind sie jeden Tag sichtbar.

Die besondere Situation in Cottbus hat verschiedene Ursachen. Die Verteilung der neu ankommenden Asylbewerber auf die Kommunen verläuft gleichmäßig. Wer nach Abschluss des Verfahrens einen Bleibestatus bekommt, zum Beispiel als Kriegsflüchtling, kann in eine eigene Wohnung ziehen und kann in Brandenburg und bisher auch in Sachsen seinen Wohnort frei wählen.

Doch nicht nur ihre Zahl stellt die Stadt vor Herausforderungen. „Früher waren diese Menschen ein bis zwei Jahre in einer Gemeinschaftsunterkunft, und dem entsprechend weit im Spracherwerb und Kenntnis des Lebens in Deutschland“, erläutert Sozialdezernent Weiße. Viele Zuzügler der der vergangenen zwei Jahre benötigten jedoch, anders als vorgesehen, noch viel Betreuung. Die Strukturen dafür musste die Stadt erst aufbauen. Das geschah im laufenden Betrieb und bisher finanziell auf Kosten der Kommune. Insgesamt, so Weiße, habe die Stadt dafür 38 neue Stellen geschaffen, viele befristet, doch einige würden vermutlich dauerhaft gebraucht. Vom Zuzug anerkannter Flüchtlinge erfährt die Stadt praktisch relativ spät. Die Leute suchen eine Wohnung, melden sich beim Jobcenter und klären die Mietübernahme, dann erst gehen sie zum Meldeamt. „Da erfahren wir das erste mal, dass sie da sind“, so Weiße.

Dringend notwendig sei jedoch der Ausbau der Kita-Kapazitäten in der Stadt. Denn auch deutsche Familien aus dem Umland seien zugezogen. Vier Kita-Erweiterungen seien geplant.

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