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| 19:19 Uhr

Aktion für Bürger
„Cottbus is(s)t“ im Puschkinpark

 Der Puschkinpark in Cottbus wird am Samstag Schauplatz für das Projekt "Cottbus is(s)t“.
Der Puschkinpark in Cottbus wird am Samstag Schauplatz für das Projekt "Cottbus is(s)t“. FOTO: LR / Silke Halpick
Cottbus. Initiative lädt alle Bürger zum gemeinsamen Essen und zu Gesprächen ein. Von Silke Halpick

Eine lange Picknicktafel wird am Samstag im Cottbuser Puschkinpark aufgestellt. Daran Platz nehmen dürfen ausdrücklich alle und möglichst viele Bürger der Stadt. „Cottbus is(s)t“ heißt das Projekt. Initiiert wird es von Menschen, die in der Stadt neue positive Impulse setzen wollen.

„Wir wollen miteinander reden statt übereinander“, sagt Anke Hille-Sickert. Die Schulleiterin des Niedersorbischen Gymnasiums macht gerade ein Sabbaticel-Jahr und nimmt sich eine berufliche Auszeit. Sie gehört beispielsweise zu der Gruppe – genauso wie CTK-Chef Götz Brodermann, Landgerichtspräsidentin Ramona Pisal, Christian Bärwinkel von „Academy of Music“, Bäcker Philipp Fumfahr, die amtierende BTU-Präsidentin Christiane Hipp oder Jörg Ackermann von Pool Production.

Die Initiative nennt sich selbst „Cottbus macht’s“, ist bereits ein Jahr aktiv und will mit ihren Projekten zeigen, dass Cottbus eine lebens- und liebenswerte Stadt ist, auch wenn negative Schlagzeilen zu Kriminalität und Flüchtlingen oftmals ein anderes Bild vermitteln. Die Mitglieder der Initiative engagieren sich ausschließlich als Privatpersonen und suchen die direkte Begegnung von Mensch zu Mensch.

Die lange Tafel im Puschkinpark ist ein erster Versuch, um gemeinsam und vor allem zwanglos miteinander ins Gespräch zu kommen. Von einem „kleinen Bürgerdialog“ spricht Jörg Ackermann. Das Picknick findet am Tag der offenen Gesellschaft statt, der im gesamten Bundesgebiet begangen wird und ein Zeichen für gelebte Offenheit, Gastfreundschaft, Großzügigkeit sowie Freiheit und Vielfalt setzen will. Das Gemeinsame statt das Trennende soll gesucht werden. „Wir wollen wieder miteinander fröhlich sein“, sagt Ackermann.

Als Veranstaltungsort wurde ganz bewusst der Puschkinpark ausgewählt. „Ein toller Park“, wie Hille-Sickert findet. Allerdings steht es um seinem Ruf nicht zum Besten. „Manche meiden den Park schon, vor allem nach Einbruch der Dunkelheit“, bedauert auch Bärwinkel.

Mit der Aktion soll das Image des Parks verbessert werden. Die Stadt Cottbus hat eine Ausnahmegenehmigung zum Aufstellen der Tafel erteilt. Der Standort steht noch nicht fest. Möglichst schattig soll er sein.

„Cottbus is(s)t“ ist eine Non-Commercial-Veranstaltung. Die Gäste sollen ihre Teller und gefüllten Töpfe zum gemeinsamen Tafeln mitbringen. Das allein dürfte schon genug Gesprächstoff bieten, wie Hille-Sickert findet. Für die Zukunft plant „Cottbus macht’s“ weitere Veranstaltungen und Formate an ebenfalls öffentlichkeitswirksamen Plätzen.