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| 17:05 Uhr

Cottbus
Cottbus in der Kunst

Das Bild „Auf dem Cottbuser Wochenmarkt vor der Lindenpforte“ von Felicitas Linsenhoff wird in der neuen Sonderausstellung des Stadtmuseums zu sehen sein.
Das Bild „Auf dem Cottbuser Wochenmarkt vor der Lindenpforte“ von Felicitas Linsenhoff wird in der neuen Sonderausstellung des Stadtmuseums zu sehen sein. FOTO: Felicitas Linsenhoff
Cottbus. Die neue Sonderausstellung des Stadtmuseums widmet sich der Stadtansicht. Von Peggy Kompalla

Der Pferdekarren bringt gerade eine frische Ladung Kohlköpfe. Bauersfrauen in Tracht preisen Obst, Gemüse, Fisch und Blumen an. Eine feine Dame in schwarzem Mantel wird von ihrer Enkeltochter gezogen. Hinter den beiden läuft das Hausmädchen mit den schweren Taschen. Im Hintergrund reckt die Lindenpforte ihre Spitze zwischen den großen Bäumen hindurch. Diese Marktszene hat Felicitas Linsenhoff festgehalten. Das Bild wird in der neuen Sonderausstellung „Von Böhm bis Zimmermann – Die Stadt in den Augen der Kunst“ im Cottbuser Stadtmuseum zu sehen sein.

Im Bestand des Museums befinden sich rund 4000 Gemälde. Das berichtet Museumspädagoge Robert Büschel. Die Bilder finden viel zu selten Eingang in Ausstellungen. Deshalb wird ihnen mit der neuen Schau eine eigene Plattform gegeben. „Das sind größtenteils Stadtansichten“, berichtet Büschel. Die Mehrzahl der Werke stamme aus dem 20. Jahrhundert. „In der Zeit wuchs die Stadt und auch das Interesse der Stadt und den Veränderungen“, erklärt der Pädagoge. Mit dem industriellen Aufschwung habe zudem das Interesse der Bürger an der Kunst und Kultur zugenommen.

„Die Ausstellung zeigt eine bunte und vielfältige Mischung“, verspricht Robert Büschel. Darunter seien solch bekannte Namen wie von Elisabeth Wolf, aber auch unbekannte wie Felicitas Linsenhoff. „Von ihr wissen wir leider nur sehr wenig“, erklärt Robert Büschel. „Uns ist lediglich bekannt, dass ihre Großeltern in Cottbus lebten.“

In der Sonderausstellung werden 58 Werke von mehr als 30 Künstlern zu sehen sein. Die meisten von ihnen stammen demnach aus Cottbus und haben die Entwicklung der Stadt beobachtet und festgehalten. „Das Spektrum reicht von Stadtansichten bis hin zur Darstellung einzelner Gebäude, Straßen und Plätze“, so der Museumspädagoge.

Die ältesten bildlichen Überlieferungen der Stadt Cottbus datieren im Übrigen auf das frühe 18. Jahrhundert. Diese Darstellungen sind Teil der Dauerausstellung im Haus an der Bahnhofstraße.

Neben den Bildern werden auch verschiedene Modelle gezeigt. Eines packt Robert Büschel vorsichtig aus. Dabei handelt es um einen Vorentwurf des Kugelbrunnens, der einst zwischen den Pavillons in der Stadtpromenade stand und heute auf der Ecke von Burger und Neustädter Straße dank des Alstadtvereins einen neuen Platz gefunden hat.

Die Sonderausstellung wird am Mittwoch, 5. September, um 19 Uhr eröffnet. Danach ist sie bis zum 18. November im Stadtmuseum zu sehen.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertag 13 bis 18 Uhr.

Der Museumspädagoge Robert Büschel (l.) und der neue Stadtarchiv-Mitarbeiter Ricardo Wanke mit dem Modell des Kugelbrunnens.
Der Museumspädagoge Robert Büschel (l.) und der neue Stadtarchiv-Mitarbeiter Ricardo Wanke mit dem Modell des Kugelbrunnens. FOTO: LR / Peggy Kompalla