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Cottbus hat seine beste Vorleserin gefunden

Elisabeth Zimmermann wurde am Wochenende die beste Vorleserin der Stadt.
Elisabeth Zimmermann wurde am Wochenende die beste Vorleserin der Stadt. FOTO: Isabel Damme/ide1
Cottbus. Am Sonnabend präsentierten zwölf Jungen und Mädchen aus den sechsten Klassen der Cottbuser Grundschulen ihr Vorlesetalent. In der Stadt- und Regionalbibliothek wurde am Ende der spannenden Veranstaltung der Stadtsieger gekürt. Isabel Damme / ide1

Laut der Vorsitzenden des Fördervereins "Bibliothek und Lesen e.V." Jana Drews fördere Lesen die Kreativität der Kinder. "Mit einer Taschenlampe unter der Bettdecke sollte jedes Kind einmal sein Buch gelesen haben", sagt Jana Drews. In Schulwettbewerben haben sich die Finalisten für den Stadtentscheid in der Stadtbibliothek qualifiziert. Zuerst präsentierten die Kinder ihre Stimme in einer drei-minütigen Vorlesung aus ihrem Lieblingsbuch, an die sich ein unbekannter Pflichttext anschließt. Matteo Metje aus der Grundschule Sielow war sehr aufgeregt, nachdem die Reihenfolge ausgelost wurde. "Auf meinem Lesezeichen stand die Nummer 2 und ich hatte ein bisschen Angst davor, gleich vor das Publikum treten zu müssen." Doch nach seinem großen Auftritt war der 11-Jährige sehr beruhigt und holte sich durch die Vorstellung der anderen bereits Anreize für den nächsten Bücherkauf. Die Kinder stellten amüsante Schulgeschichten, spannende Detektivromane und auch abenteuerreiche Fantasy-Erzählungen vor. Paul Erfurt von der Sportbetonten Grundschule entschied sich für Rick Riordans Buch "Die Kane-Chroniken I". Sein Ziel war es "andere Kinder durch die Lesetechnik für die Bücherreihe zu begeistern". Stolz erzählte er nach der Veranstaltung, dass sein Plan aufgegangen sei, denn mehrere Interessierte haben ihn gespannt über die Fantasy Reihe ausgefragt. Im Anschluss musste jeder Teilnehmer aus dem Jugendbuch "Der Himmel kommt später" einen Text vortragen.

Am Ende entschied eine fünfköpfige Jury über den Sieg. In beiden Runden überzeugte Elisabeth Zimmermann und ist somit die Stadtsiegerin 2017. Daher ist sie für den Landesausscheid im Mai nominiert. In ihrem Wahltext "Der umgekehrte Samstag" von Antonia Michaelis tauschen die Familienmitglieder für einen Tag ihre Aufgaben, was zu lustigen Situationen führt. "Beim Lesen habe ich mir oft vorgestellt, wie es wäre, wenn ich mit meiner Mama wechseln würde", erzählte die 11-Jährige. Welches Buch sie im Mai vorstellt, bleibt vorerst ein Geheimnis.

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