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Cottbus gibt mehr Geld für Jugend und Familien aus

Cottbus. Die Stadt Cottbus stellt im kommenden Jahr eine Viertelmillion Euro mehr für Jugendarbeit / Jugendsozialarbeit und Familienförderung zur Verfügung. Das hat das Stadtparlament am Mittwoch beschlossen und folgt damit einem Antrag des Jugendhilfeausschusses. Peggy Kompalla

Die langjährige Sozialdezernentin und Ausschussvorsitzende Christina Giesecke (CDU) appellierte zuvor leidenschaftlich an die Abgeordneten: "Das ist ein wichtiges Signal nach draußen. Wir brauchen Geld für die Menschen, nicht nur für Straßen." Die Mehrausgaben seien nötig, weil zum einen bei den Personalausgaben der freien Träger tarifliche Anpassungen fällig werden und zum anderen der Bedarf für die Sozialarbeit in der Stadt steige. Das liege am Zuzug von 3000 geflüchteten Menschen, aber auch am Zuwachs von Kindern und Jugendlichen in Cottbus. Die zusätzlichen 250 000 Euro sind bereits mit einer Projektliste untersetzt.

Gudrun Breitschuh-Wiehe (Grüne) betonte, dass das von der Verwaltung vorgeschlagene Budget die Streichung ganzer Projekte bedeutet hätte. Andreas Rothe (SPD) ergänzte: "Die Tatsache bleibt, dass wir einen erhöhten Bedarf haben. Es ist unsere Verantwortung, entsprechend zu reagieren." André Kaun (Linke) erklärte: "Wir geben die Richtung vor, wie wir pflichtige Aufgaben ausstatten." Torsten Kaps (AUB) wies auf den Zeitfaktor hin, denn die freien Träger, die die Jugend- und Familienprojekte umsetzen, brauchen Planungssicherheit für das kommende Jahr. All die Argumente nahmen den Einwänden von Wolfgang Bialas (CDU) den Wind aus den Segeln, der in dem Beschluss einen Vorgriff auf den Haushalt für 2018 sieht.

Mit dem Beschluss stehen damit 100 000 Euro mehr für die Familienförderung und 150 000 Euro für die Jugendarbeit zur Verfügung.