| 18:42 Uhr

Neues Berechnungsmodell
Cottbus führt Grundgebühr für Abwasser ein

Cottbus. Vielnutzer profitieren ab 2018, Sparsame zahlen drauf.

Das Cottbuser Stadtparlament hat bereits am Mittwoch über die neue Abwassersatzung abgestimmt. Damit wird ab Januar 2018 für jeden Haushalt eine monatliche Grundgebühr von vier Euro fällig. Der Preis für den Kubikmeter Abwasser sinkt im Gegenzug von derzeit 4,17 Euro auf 3,36 Euro. Damit profitieren künftig Vielnutzer. Sparsame und Ein-Personen-Haushalte zahlen drauf. Eine zweite Lesung für die Vorlage, wie sie die AfD beantragte, wurde abgelehnt.

Wolfgang Bialas (CDU) erläuterte sein Nein zu der Satzung: „Wir haben erst vor zehn Monaten ein rein mengenabhängiges Entgelt eingeführt. Das ist aus meiner Sicht das Gerechteste, was es gibt.“ Er erinnerte an den „Berg schwieriger Fälle“ bei der Rückzahlung der Kanalanschlussbeiträge, die erst im nächsten Jahr geklärt werden. Deshalb sei er frühestens ab 2019 für eine Teilung des Abwasserentgeltes.

Für Georg Simonek (AfD) ist die Grundgebühr eine Umkehrung des Altanschließer-Problems. „Damit werden die kleinen Leute belastet, mit den Kanalanschlussbeiträgen waren es die Eigentümer großer Grundstücke.“ Torsten Kaps (AUB), aber auch Karin Kühl (Linke) und Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) ärgerte sich über die AfD, die „fünf Minuten vor der Angst das ganze System infrage stellt“.

(pk)