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| 14:05 Uhr

Cottbus
Die historische Spreewehrmühle startet in die neue Saison

 Vereinsmitglied Klaus Grabby (li.) und Vereinsvorsitzender Ralf Müller freuen sich über den Saisonstart.
Vereinsmitglied Klaus Grabby (li.) und Vereinsvorsitzender Ralf Müller freuen sich über den Saisonstart. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Die Sanierung des historischen Mühlenrades soll möglichst bald beginnen. Von Michael Helbig

Die Spreewehrmühle Cottbus ist am Ostermontag in die neue Saison gestartet. Nun kann das beliebte Technische Denkmal am Großen Spreewehr bis zum 31. Oktober wieder durch Einzelbesucher oder Gruppen mit oder ohne Führung besichtigt werden.

Ralf Müller, der Vorsitzende des Vereins, erklärte zur Saisoneröffnung am Montag strahlend: „Wir freuen uns auf viele junge und ältere Besucher, vor allem auf Schulklassen, denen wir etwas über den Weg vom Korn zum Mehl erzählen könne. Denn viele Kinder wissen heutzutage überhaupt nicht, wie ihr täglich Brot, dass sie jeden Tag essen, entsteht. Wir sind froh, dass wir im vergangenen Jahr rund 750 Besucher bei uns begrüßen konnten.“

Für die neue Saison hat sich der Cottbuser Spreewehrmühlenverein  viel vorgenommen. Ganz oben auf der Aufgabenliste steht die Sanierung des historischen Mühlenrades. Erst kürzlich hatte Kulturministerin Martina Münch (SPD) für die Instandsetzung des Mühlenrades einen Scheck in Höhe von 35 000 Euro aus dem Fonds der Denkmalhilfe an den Mühlenverein übergeben. Das Gebäude und die Technik im Innenraum waren 2015 und 2016 auf Vordermann gebracht worden.

Ursprünglich sollte das Mühlrad, das auf Grund von Baumängeln seit einiger Zeit stillsteht, bereits im Jahr 2018 saniert werden. Das scheiterte bislang am fehlenden Geld. Wie Vereinschef Ralf Müller berichtet, sind die Vorbereitungen für den Bau des neuen Wasserrades durch den Eigentümer der Spreewehrmühle, die Stadt Cottbus, bereits eingeleitet.

Er hofft, dass es im Sommer dieses Jahres mit dem Neubau losgehen kann. „Allerdings sind die Auftragsbücher der entsprechenden Mühlenbaufirmen derzeit gut gefüllt“, gibt er zu Bedenken. Dennoch hoffe er, dass sich das Mühlenrad „seines“ Technischen Denkmals, das ja auch ein Wahrzeichen der Stadt Cottbus sei, bald wieder zur Freude der Besucher drehen werde. „Und“, so fügt der 78jährige Vereinsvorsitzende hinzu: „Wir suchen dringend für unseren Spreewehrmühlenverein Nachwuchs, damit unser Denkmal auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten den Besuchern viel Freude bereitet.“

Geöffnet ist die Cottbuser Spreewehrmühle donnerstags und jedes dritte Wochenende im Monat (Samstag und Sonntag) von 14 bis 17 Uhr. Einer der Höhepunkte der Saison ist der Deutsche Mühlentag am Pfingstmontag, 10. Juni. Kontakt: Telefon 0171/7280740 oder E-Mail: info@spreewehrmuehle-cottbus.de.

 Vereinsmitglied Klaus Grabby (li.) und Vereinsvorsitzender Ralf Müller freuen sich über den Saisonstart.
Vereinsmitglied Klaus Grabby (li.) und Vereinsvorsitzender Ralf Müller freuen sich über den Saisonstart. FOTO: Michael Helbig