(noh) „Elektrobusse haben nicht genug Reichweite, und Gasbusse verbrennen auch fossile Energieträger“, erklärt Christoph Gürtler, Projektleiter für Wasserstoffbusse von Cottbusverkehr. Vor der Entscheidung, auf welche Antriebstechnik sie setzen sollen, stehen viele Lausitzer Unternehmen.

Wie Wasserstoff, oder genauer die Brennstoffzelle, als alternative Antriebstechnologie in der Lausitz etabliert werden kann, darüber diskutierten am Mittwoch rund 60 Unternehmer in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus. Wobei es nicht nur um den Antrieb als solchen ging, sondern um die komplette Wertschöpfungskette – von der Erzeugung des Wasserstoffs über die Infrastruktur zur Betankung bis Herstellung neuer Produkte. Cottbusverkehr will künftig stärker auf den Wasserstoffantrieb setzen. Für die Anschaffung des ersten Wasserstoffbusses liegt nun auch eine Förderzusage durch das Bundesfinanzministerium im Rahmen des „Sofortprogramms Strukturwandel“ vor. Bei einem zweiten Wasserstoffprojekt, für das eine Förderzusage aus dem Sofortprogramm vorliegt, handelt es sich um die Entwicklung einer Kombination von Mikro-Gasturbine und Hochtemperatur-Brennstoffzelle, die an der BTU unter Leitung von Professor Heinz Peter Berg vorangetrieben wird. Damit kann man einen sehr hohen Nutzungsgrad erreichen. Langfristig wird die Produktion dieser hybriden Mikrogasturbinen in Cottbus angestrebt. Ein weiteres Projekt ist das „Wasserstoffreferenzkraftwerk“ in Schwarze Pumpe. Wie Professor Hans-Joachim Krautz von der BTU erklärte, soll bis 2025 eine Anlage mit zehn Megawatt Leistung entstehen.