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| 13:10 Uhr

Liebe kennt keine Liga Open Air 2019
So hat Alexander Knappe das Festival für Energie erlebt

 Mit freiem Oberkörper: Sänger Alexander Knappe rockt die Energie-Fans im Cottbuser Spreeauenpark am 24. August 2019.
Mit freiem Oberkörper: Sänger Alexander Knappe rockt die Energie-Fans im Cottbuser Spreeauenpark am 24. August 2019. FOTO: LR / Anja Hummel
Cottbus. Im Interview mit der Lausitzer Rundschau sagt Sänger Alexander Knappe: Das Benefiz-Festival im Cottbus für den FC Energie Cottbus sei ein großartiger Tag gewesen. Knappe spricht über Leidenschaft für Fußball, Fans und darüber, wie es weitergeht.

Keinen Tag nach dem Liebe-kennt-keine-Liga-Open-Air im Cottbuser Spreeauenpark erreichen wir Alexander Knappe auf dem Handy. Er ist im Spreeauenpark. Nicht, weil er durchgefeiert hat (hat er) und einfach dort geblieben ist.

Sondern weil er bereits mit dem Abbau der Musikanlagen beschäftigt ist. Und er zeigt sich immer noch begeistert von den Cottbusern und den Fußballfans, die das Festival zu einem Erfolg gemacht hätten, wie er sagt.

Wie war das Festival für Dich, Alex?

Sehr, sehr gut. Das ist natürlich ein unglaublicher Abend gewesen, wenn man bedenkt, wo wir vor acht Wochen standen, als die Idee geboren wurde. Man weiß das ja vorher nicht, wie es dann wirklich wird. Aber dann auf der Bühne, das war ein geiles Gefühl.

War das Festival ausverkauft?

4000 Karten haben wir verkauft, mehr durften wir nicht. Ok, es kommen noch mehr ins Stadion der Freundschaft zu den Energie-Spielen, aber so ein Konzert ist schon etwas Besonderes für die Stadt.

Was hat Dich am meisten berührt?

Das fing schon mit dem Trailer zur Show an. Ich war hinter der Bühne, die Leute haben gejubelt. Dann ist alles von mir abgefallen, der ganze Stress. Später, auf der Bühne, als ich den Song „Du“ für meinen Vater gespielt habe, da hab ich auch geheult.

Was denkst, was hast Du bewegt mit „Liebe kennt keine Liga“?

Ich glaube, die Stadt hat gewonnen. Der Verein hat gewonnen. Mann, und das nach so einer Saison! Abgestiegen in die Regionalliga. Und dann einen Abend vor dem Festival die Niederlage gegen Auerbach zu Hause, 1:4, das war schon ein sportlicher Tiefpunkt. Dagegen jetzt dieser Höhepunkt. So ist eben das Leben.

Wieso machst Du das alles?

Die Leidenschaft und die Liebe für meinen Club, das kann man Außenstehenden vielleicht schwer erklären. Und so eine Party, die Leute lechzen doch nach solchen Veranstaltungen.

Hast Du draufgezahlt?

Also, so 3000, 4000 Euro habe ich bisher investiert. Es wäre gut, wenn wir das als Benefiz-Veranstaltung steuerlich abrechnen könnten.

Die anderen Künstler, zum Beispiel Petra Zieger, Marusha, Krähe - sind die alle ohne Gage auf der Bühne gewesen?

Ja, die haben alle verzichtet. Einigen habe ich eine Aufwandsentschädigung gezahlt, das geht auch in Ordnung, finde ich.

Es gab ziemlich lange Schlangen an den Getränkeständen, da wäre bestimmt mehr drin gewesen.

Ja, die Catering-Geschichte... Das tut mir leid. Es gab zu wenige Getränkestände, das hätten wir besser machen können. Vier Stände mehr, das hätte auch mehr Umsatz bedeutet. Aber die Leute haben verständnisvoll reagiert.

Es wurde ja auch viel geboten für eine 19,66-Euro-Spende an den Verein.

Tagsüber haben wir den Energie-Trabi versteigert, die Spieler des FCE haben Autogramme gegeben, wir haben ein Minifeld-Turnier gemacht, Trödelmarkt, für Kinder gab es Spiele und Wasserrutschen.

Würdest Du so ein Event noch mal auf die Beine stellen?

Eigentlich müsste man das machen. Die Frage ist, ob ich das noch einmal gestemmt bekomme. Und, ob die Magie noch einmal so sein wird wie bei diesem Abend.

Wer würde denn wieder mitmachen?

Es gibt schon positive Anfragen. Letztlich steht oder fällt das mit den Künstlern, die wir dafür begeistern können.

Tausende feiern beim großen Energie-Benefiz-Open-Air FOTO: LR / Anja Hummel