Von Peggy Kompalla

Als Lehrling putzte er Zimmer, empfing Gäste an der Rezeption des Best Western in Branitz und träumte davon, selbst einmal ein Hotel zu führen. Der angehende Hotelfachmann von damals baut sich heute als Geschäftsmann sein eigenes Hotel. Gleichzeitig holt Gerd Mielke mit Best Western Plus einen gut bekannten Partner zurück nach Cottbus. Am Freitag wurde der Grundstein für das neue Parkhotel mit 39 Zimmern gelegt. Die Investition von vier Millionen Euro komplettiert das Gut Branitz.

Unter der Marke vereinen sich mittlerweile zehn Unternehmen mit fast 100 Mitarbeitern. Dazu zählen unter anderem die Wohnresidenz Branitz mit mehr als 150 altersgerechten Wohnungen, das Kulinarium, das Spa Branitz und die Fitness Lounge. Insbesondere von der Kombination mit diesen Angeboten werde das neue Vier-Sterne-Hotel in Branitz profitieren. Davon ist Geschäftsführer Gerd Mielke überzeugt. Genauso wie von dem Standort. „Wir unterbreiten ein zusätzliches touristisches Angebot“, betont er. „Wir wollen neue Touristenmärkte erschließen.“ So werde sich das neue Haus besonders auf Fahrrad- und Wellnesstouristen konzentrieren. Aber auch auf Gäste mit Handicap werde das Hotel eingestellt sein.

Den Plänen zufolge wird es am Hotel eine Rad-Service-Station mit Werkstatt geben. Ein Fahrradverleih sei ebenso geplant wie eine Wäsche-Service-Station. Cottbus liege nicht nur in der Nähe des Spreewaldes, sondern auch an zahlreichen Radwanderwegen, die die gesamte Region vernetzen. Schließlich halte der Trend zum Urlaub in der Heimat weiter an.

Das bestätigt Alexander Teichert. Er ist als Direktor Hotelentwicklung bei Best Western Central Europe für den Ausbau des Hotelportfolios in Deutschland zuständig. „Das ist wie nach Hause kommen für die Marke“, erklärt er bei der Grundsteinlegung am Freitag. Unter der Marke Best Western seien weltweit mehr als 4000 unternehmerisch eigenständige Hoteliers genossenschaftlich verbunden. „In der Partnerschaft unterstützen wir sie beim internationalen und nationalen Marketing und bei den Vertriebsstrategien“, ergänzt Teichert. „Branitz ist für uns eine Chance, ein tolles Haus mit zu verwalten. Aber auch die Region national und international zu vermarkten.“

Aber bis es soweit ist, vergehen noch einige Monate. Denn vom künftigen Hotel existiert gerade einmal die Bodenplatte. In diese betonierte Gerd Mielke mithilfe seiner Geschäftspartner die Kapsel ein, in die er die aktuelle Ausgabe der LAUSITZER RUNDSCHAU, eine Kopie der Baugenehmigung und Kleingeld steckte. Das vier-etagige Haus erhält einen Verbindungsgang direkt zum Saal von Gut Branitz und damit zum Spa und Kulinarium.

Der Hotelchef in spe verkündet: „Ende des Jahres wollen wir das neue Personal einstellen. Im Januar geht es dann in den Probebetrieb und am 1. Februar 2020 wollen wir eröffnen.“