„Die Aufregung war groß, als wir die ersten Patienten mit Covid-19 aufgenommen haben, inzwischen ist aber wieder Routine eingekehrt.“ Götz Brodermann, Geschäftsführer des Carl-Thiem-Klinikums erklärt, dass beide Patienten sich zunächst in häuslicher Quarantäne befunden hatten, ihr Zustand sich dann aber verschlechtert habe. Sie liegen auf einer Isolierstation, müssen nicht beatmet werden.

Strenges Besuchsverbot im Cottbuser Klinikum

Das CTK setzt ab sofort das Besuchsverbot im Klinikum restriktiv um. Alle Eingänge sind verschlossen, es gibt Personenkontrollen. „Nur Patienten, die im Sterben liegen sowie kleine Kinder dürfen noch Besuch erhalten“, sagt Brodermann.

Cottbus

Stadtsprecher Jan Gloßmann stellt zugleich klar, dass in Todesfällen die städtischen Trauerhallen auch weiter genutzt werden können. Es dürfen allerdings nur maximal fünf Personen an den Trauerfeiern teilnehmen.

Mit Stand 20. März, 12 Uhr gibt es in Cottbus 20 infizierte Personen. In Quarantäne stehen aktuell 228 Personen.

Streifen auch am Wochenende

Weitere Corona-Maßnahmen:

  • Ordnungsamt und Polizei haben sechst Teams gebildet und kontrollieren, auch am Wochenende, Spielplätze, Parks und Flussufer, um die Einhaltung der Allgemeinverfügung zu überwachen. „Dabei zeigt sich, dass angesprochene Personen sich schnell einsichtig zeigen“, so Jan Gloßmann. Der Verwaltungsstab der Stadt appelliert nochmals an die Eltern und Großeltern, Spielplätze zu meiden, um eine Verbreitung des Virus durch größere Menschenansammlungen zu verhindern oder zu verlangsamen. Klinikchef Götz Brodermann: „Wenn ein Kind seine vier Großelternteile ansteckt, die vielleicht alle über 70 sind, dann wird statistisch gesehen eines dieser Goßelternteile sterben.“
  • Stadtverwaltung und Verwaltungsstab werden mit Behörden, Vermietern und Versorgern Kontakt aufnehmen, um bei etwaigen Zwangsvollstreckungen oder Mietrückständen sorgsam und kulant zu reagieren. Voraussetzung ist, dass sich die Schwierigkeiten und Außenstände auf die Corona-Krise zurückführen lassen.
  • Freiwillige, ehrenamtliche Hilfsangebote können über die E-Mail-Adresse info@cottbus.de abgegeben werden. Sie werden von der Stadtverwaltung gesammelt und koordiniert. Bei Bedarf werden die Anbieter dann gezielt kontaktiert bzw. vermittelt.
  • Der Fachbereich Bürgerservice hat nach ersten Erfahrungen sein Servicepaket für die Notversorgung aktualisiert. Weiter gehende Informationen gibt es im Internet unter www.cottbus.de/buergerservice.

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