Cottbusverkehr ist immer durch die Coronakrise gefahren. Soll heißen: Busse und Straßenbahnen standen in Cottbus nie still. Selbst wenn sie durch die harten Beschränkungen ab März oft ziemlich leer blieben.
Das hat sich seit der Lockerung für den städtischen Verkehrsbetrieb glücklicherweise geändert. Weniger glücklich ist Cottbusverkehr über das nachlassende Maskentragen. Nachdem Appelle nicht fruchten, will das Unternehmen nun deutlicher werden. Das kündigt Cottbusverkehrsprecher Robert Fischer an.

Höchstens 70 Prozent der Cottbuser Fahrgäste halten sich an Maskenpflicht

„Wir bemerken einen deutlichen Rückgang in der Disziplin bei der Maskenpflicht“, beklagt Fischer. „Gefühlt halten sich noch höchstens 70 Prozent der Fahrgäste daran. Tendenz eher fallend.“ Deshalb will Cottbusverkehr nun gegensteuern. „Wir sind im Kontakt mit den Ordnungsbehörden, um Kontrollen durchzuführen.“
Dabei gehe es vordergründig um Aufklärung, betont der Unternehmenssprecher. „Wir bekommen vermehrt Hinweise von Menschen, die selbst einer Risikogruppe angehören, dass immer weniger Fahrgäste die Maskenpflicht einhalten“, sagt Robert Fischer. „In der Konsequenz verzichten die Betroffenen selbst auf Mobilität, weil ihnen das Risiko zu groß ist bei den vielen Verstößen.“

Durchschnittliche Fahrtdauer bei Cottbusverkehr beträgt zwölf Minuten

Robert Fischer appelliert deshalb nochmals: „Das Masketragen ist keine Strafe. Sondern ein Schutz für sich selbst und vor allem andere. Die durchschnittliche Fahrdauer in Cottbus beträgt zwölf Minuten. Das ist mit Maske auszuhalten. Ein gewöhnlicher Einkauf dauert wesentlich länger.“
In Brandenburg und Berlin bleibt die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel bestehen.
Bislang ist das Bedecken von Mund und Nase in Bus und Straßenbahn in Cottbus nicht kontrolliert worden.