Normalerweise werden in den Küchen von Sodexo, einem der größten Schulessenversorgern in der Region, täglich 4800 Portionen Mittagessen gekocht. Doch seit Corona und der Schließung von Schulen und Kitas ist auch dort nichts mehr wie es war.

„Aufgrund dieser außergewöhnlichen Situation hat Sodexo sich entschlossen, in Deutschland Kurzarbeit einzuführen. Dies betrifft auch die Mehrzahl der Mitarbeiter in Cottbus“, sagt Eleonora Kaplan, zuständig für die Pressearbeit des börsennotierten Unternehmens. Rund 50 Menschen arbeiten in der Region für den Dienstleister, kochen, fahren das Essen zu den Einrichtungen oder geben es an die Kinder aus.

Sodexo stockt Kurzarbeitergeld auch für Cottbuser Mitarbeiter auf

„Die Entscheidung wurde notwendig, um die wirtschaftliche Stabilität unseres Unternehmens und damit die Zukunft der Arbeitsplätze zu sichern“, betont Kaplan. Um die Betroffenen so gut wie möglich zu unterstützen, will Sodexo das Nettogehalt zusätzlich zum Kurzarbeitergeld bis Ende Mai aufstocken. So erhalten laut Unternehmensangaben je nach Eingruppierung die meisten Beschäftigten weiterhin 80 bis 90 Prozent ihres Nettogehalts.

Auch bei der Dussmann-Gruppe als Konkurrent auf dem umkämpften Markt ist für den Großteil der Mitarbeiter jetzt Kurzarbeit angesagt, obwohl das Unternehmen eigenen Angaben zufolge die Notversorgung für Einrichtungen übernommen, die für andere Dienstleister unwirtschftlich waren.

Dussmann spürt in Vetschau und Guben deutliche Einbrüche

Gewöhnlich werden in den zentralen Produktionsküchen in Vetschau und Guben täglich rund 5000 Mahlzeiten frisch gekocht. „Aktuell sind es natürlich deutlich weniger“, wie eine Unternehmenssprecherin einräumt. Gehofft werde auf steigenden Zahlen beim Mittagessen, nachdem der Anspruch auf Notversorgung in den Kitas und Schulen gelockert wurde.