Warum der Spreeauenpark für Spaziergänger aktuell gesperrt ist, will eine Rundschau-Leserin am Reportertelefon wissen. Ihren Namen will sie nicht öffentlich nennen. Doch sie selbst sei gern und regelmäßig in diesem 55 Hektar großen Park, der zur Bundesgartenschau 1995 angelegt wurde, unterwegs. Sie kann nicht verstehen, warum nicht wenigstens der Eingang am Strombad für Besucher geöffnet bleibt.

„Eine Öffnung widerspräche der geltenden Eindämmungsverordnung, zumal sich auf dem Gelände des Parkes ein Spielplatz befindet und ein nicht verschließbarer Übergang in den Tierpark“, erklärt Jan Gloßmann, Sprecher der Stadt Cottbus. Deshalb sei der Bereich insgesamt nicht kontrollierbar im Sinne der Abstandsregelungen. „Das ist gewiss für Einzelne bedauerlich und tut uns auch leid, doch wir können es momentan nicht ändern“, sagt er.

Die Stadt Cottbus empfiehlt den Branitzer Park als Alternative

Als Alternative empfiehlt er den Branitzer Park, der auch in der Coronakrise öffentlich zugänglich ist. Wer will, kann den Umfahrungsweg Branitz inklusive der Englischen Allee nutzen. Die Madlower Schluchten oder der Weg entlang der Spree, wahlweise in Richtung Burg oder bis zur Kutzeburger Mühle bieten sich für ausgedehnte Spaziergänge an.

In der Stadt selbst gibt es den Goethe-, Schiller-, Blechenpark sowie den Park an der Puschkinpromenade, in denen sich die Cottbuser die Beine vertreten können. Die Spreeaue bei Dissen/Maiberg sowie Wege am künftigen Cottbuser Ostsee können ebenfalls genutzt werden. „Überall gilt jedoch: Abstand halten, bewegen, keine langen Pausen oder gar Picknicks“, sagt Jan Gloßmann.