Zum wiederholten Mal haben sich in Cottbus am Samstag, 20. Februar, Gegner der Corona-Eindämmungsmaßnahmen in der Innenstadt zusammengefunden, um einen Protestzug zu bilden. Kurz nach 18 Uhr fanden sich nach Polizeiangaben mehrere Gruppen von insgesamt 70 Personen zusammen. Einige von ihnen trugen Armbinden mit der Aufschrift „ungeimpft“, wie Polizeisprecherin Ines Filohn mitteilt.
Da die Versammlung nicht angemeldet war, wurde sie gleich zu Beginn durch die Polizei mit mehrmaligen Lautsprecherdurchsagen aufgelöst.

Corona-Demo-Teilnehmer hat Messer bei sich

Es wurde Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz erstattet sowie eine Anzeige wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gegen einen Teilnehmer gefertigt. Er hatte sich auf der Spremberger Straße der Feststellung seiner Identität aktiv widersetzt und musste mit körperlichen Zwang fixiert werden. Einem Platzverweis kam er nicht nach und wurde in polizeiliches Gewahrsam genommen. Bei ihm wurden zwei Taschenmesser gefunden, was eine weitere Anzeige nach sich zog.
Festgestellte Verstöße gegen die Eindämmungsverordnung wurden durch die Polizei dokumentiert und gehen der Ahndungsbehörde zu.

Zwei angemeldete Versammlungen in Cottbus fanden störungsfrei statt

Dass es auch anders geht, bewiesen am Vormittag die Initiatoren von zwei anderen Versammlungen. Die Versammlungen unter dem Motto „Erhalt der christlichen Werte“ und „Gedenken an die Opfer des rechtsextremen Anschlags von Hanau“ waren angemeldet und fanden störungsfrei statt.
Auf dem Heronvorplatz hat am Samstag, 19. Februar, eine Gedenkkundgebung für die Opfer des Attentats von Hanau stattgefunden. Bei dem Attentat im Jahr 2020 hatte ein Rechtsradikaler neun Menschen ermordet.
Auf dem Heronvorplatz hat am Samstag, 19. Februar, eine Gedenkkundgebung für die Opfer des Attentats von Hanau stattgefunden. Bei dem Attentat im Jahr 2020 hatte ein Rechtsradikaler neun Menschen ermordet.
© Foto: Frank Hammerschmidt