Die hoch ansteckende mutierte britische Variante des Coronavirus B.1.1.7 ist nun auch erstmals in Cottbus nachgewiesen worden. Darüber informiert Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz am 2. Februar. „Wir haben den ersten Mutations-Verdachtsfall in Cottbus.“
Demnach ist ein Mann davon betroffen, der sich seit dem 27. Januar in Quarantäne befinden soll. „Sein Arbeitsort liegt in Spree-Neiße“, sagte Oberbürgermeister Kelch. In dem Landkreis war die mutierte Variante des Coronavirus vor fünf Tagen nachgewiesen worden. Das war der erste Fall im Land Brandenburg. Seither mehren sich die Meldungen. Es gibt Fälle in Elbe-Elster und Märkisch-Oderland.

Gesundheitsbehörden verfolgen Kontakte nach

Die Virus-Variante B.1.1.7. ist nach den Worten des Stadtoberhauptes im Labor des Carl-Thiem-Klinikums (CTK) nachgewiesen worden. Die Probe werde nun noch in ein Referenzlabor zum Abgleich geschickt. Holger Kelch ist von dem Auftauchen der Virus-Mutation nicht überrascht. „Das war leider zu erwarten.“
Die Stadt Cottbus habe das Gesundheitsamt des Spree-Neiße-Kreises über den Fall informiert. Die Gesundheitsbehörde der Stadt Cottbus ermittele nun alle Kontakte des Mannes.

Patient im CTK ebenfalls mit der neuen Variante infiziert

Damit aber nicht genug: Auch ein Patient des CTK hat sich nachgewiesenermaßen ebenfalls mit der neuen Virus-Variante angesteckt. Er wird im Krankenhaus wegen der Corona-Infektion behandelt, stammt aber selbst aus dem Spree-Neiße-Kreis. Am 2. Februar betreute das Cottbuser Klinikum 50 Corona-Infizierte. Der betroffene Patient sei von ihnen isoliert worden. Weitergehende Maßnahmen seien bislang nicht notwendig.
In Berlin ist acht Tage zuvor das Humboldt-Klinikum komplett unter Quarantäne gestellt worden. Dort waren zuletzt 30  Fälle der neuartigen Virus-Mutation festgestellt worden.
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