35 neue Coronafälle - Um diese Zahl kletterte die Statistik in Cottbus am Freitag. Einen solchen Anstieg gab es seit Wochen nicht mehr. Die Inzidenz hat am Freitag einen Wert von 100 erreicht. So hoch war die Inzidenz zuletzt im Mai dieses Jahres.
Derzeit werden im Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum drei Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind, auf der Intensivstation stationär behandelt. Das Durchschnittsalter der ITS-Patienten beträgt 61 Jahre. Von diesen drei Patienten ist ein Patient geimpft.
Aktuell sind 22 Gruppen oder Klassen aus 12 Schulen, einem Hort sowie einer Kita in Quarantäne. Positiv getestet sind 41 Schüler und vier Mitarbeiter von vier Schulen. In Quarantäne befinden sich 295 Cottbuser Schüler sowie 14 in Cottbus wohnende Mitarbeiter aus fünf Schulen, der Kita und dem Hort.

Wo kommen in Cottbus die neuen Infektionen her?

Zum Infektionsgeschehen teilte die Stadtverwaltung Cottbus am Freitag mit: In Cottbus gibt es derzeit ein diffuses Infektionsgeschehen. So ist laut Stadtsprecher Jan Gloßmann ein Seniorenheim in der Stadt betroffen, in dem vier Bewohner sowie eine Pflegekraft positiv getestet worden sind. Die Pflegekraft ist nach bisherigen Erkenntnissen nicht geimpft. Für das Heim wurde ein Besuchsverbot erlassen. Alle Bewohner sowie das Personal werden nunmehr getestet. Weitere Fälle betreffen Schüler. So gibt es beispielsweise einen positiven Fall nach einer Klassenfahrt.
Das Gesundheitsamt der Stadt soll in den kommenden Tagen personell wieder verstärkt werden. In der Abarbeitung der Fälle werden Prioritäten gesetzt mit der Bearbeitung der Fälle in Senioreneinrichtungen sowie in Schulen und Kita. Erst danach können die weiteren Einzelfälle geprüft und beschieden werden.
Aus der derzeit geltenden Umgangsverordnung des Landes ergeben sich aktuell keine zusätzlichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Stadtverwaltung richtet Appell an Cottbuser

Der Verwaltungsstab appelliert an alle Cottbuser, durch Einhaltung der gängigen Regeln wie das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in geschlossenen Räumen, das Abstandsgebot sowie die übliche Hygiene mit dazu beizutragen, das Infektionsgeschehens einzudämmen und eine Be- und vor allem Überlastung des Gesundheitssystems, unter anderen des Carl-Thiem-Klinikums, zu vermeiden. Es wird empfohlen, dass sich jede und jeder impfen lässt, wenn es keine medizinischen Hinderungsgründe gibt.
206 Personen, die vorerkrankt und positiv getestet worden waren, sind in Cottbus seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus verstorben.