So habe bei der Commerzbank das Geschäft mit Baufinanzierungen im vergangenen Jahr um 11,4 Millionen Euro zugelegt. Darüber hinaus hätten die Privatanleger 14,4 Millionen Euro in einlagengesicherte Tages- und Festgeldangebote investiert. Grund dafür sei die aus der EU-Schuldenkrise erwachsende Unsicherheit. Die habe das Bedürfnis nach sicheren Anlagen gestärkt. Der positive Trend von 2011 zeigt sich den Bankern zufolge auch in den ersten drei Monate des neuen Jahres. Demnach hat die Immobilienfinanzierung bereits vier Millionen Euro gewinnen können und die Anlagen wuchsen um 20 Millionen Euro.

Jörn Fehrmann betont, dass das positive Ergebnis wesentlich vom der neuen Vertriebsmanagement getragen werde. Dies gebe den einzelnen Filialen und ihren Mitarbeitern mehr Raum. Darüber hinaus spiele die Kundenzufriedenheit in der Bewertung der einzelnen Häuser eine größere Rolle. "Pro Jahr und Filiale werden 100 Kunden befragt", erklärt Fehrmann.

In Cottbus wird es ab August jedoch eine Filiale weniger geben. Die Geschäfte sollen im Sommer in der Karl-Liebknecht-Straße zusammengeführt werden. Damit wird die Zweigstelle in der Burgstraße geschlossen.

Das robuste Wirtschaftswachstum hat auch im Firmenkundengeschäft der Commerzbank für gute Zahlen gesorgt. So habe sich das Kreditvolumen um 24 auf 214 Millionen Euro erhöht (plus 13 Prozent). Dabei sei der Kreditrahmen in der Region jedoch nur zu 38 Prozent genutzt worden. "Die Unternehmen sind in Wartestellung", erklärt Dirk Möllmer von der Mittelstandsbank. Darüber hinaus suchen sie neben dem klassischen Kredit auch alternative Finanzierungsinstrumente. "Es gibt keine Kreditklemme", versichert Dirk Möllmer.

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Die Commerzbank zählt in Südbrandenburg nach eigenen Angaben 35 100 Privat- und 100 Firmenkunden. Es gibt Filialen in Cottbus, Forst, Spremberg, Lübben, Lübbenau, Herzberg, Bad Liebenwerda und Senftenberg mit 80 Mitarbeitern. Das kostenlose Girokonto hat der Bank 2011 insgesamt 480 Neukunden gebracht.