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Bilanz bis Oktober ist positiv
CMT will dauerhafte Aufmerksamkeit

CMT-Geschäftsführerin Daniela Kerzel.
CMT-Geschäftsführerin Daniela Kerzel. FOTO: Elsner
Cottbus. Daniela Kerzel ist seit einem Jahr Geschäftsführerin der CMT. Sie zieht eine positive Zwischenbilanz für ihr Unternehmen. Rüdiger Hofmann /

Rund 230 000 Besucher haben im vergangenen Jahr die Angebote der Cottbus Congress, Messe & Touristik GmbH (CMT) genutzt - und auch für dieses Jahr werden ähnliche Zahlen prognostiziert. "2017 läuft bisher richtig gut. Unsere Bilanz bis Oktober ist positiv, die Zahlen orientieren sich am Vorjahr", sagt Geschäftsführerin Daniela Kerzel.

Seit etwa einem Jahr leitet die 44-Jährige nun die Geschicke der CMT. "Ich habe mich gut in Cottbus eingelebt und bin auf ein engagiertes Team gestoßen", sagt Kerzel. Im ersten Jahr unter ihrer Regie blickt sie auf einige Höhepunkte zurück. "Herausragend war sicher, dass Roland Kaiser seinen Tourneeauftakt hierher gelegt hat", sagt Kerzel. Im März hatte der Sänger zwei Konzerte in Cottbus gegeben. "Von so einer Veranstaltung profitieren alle: Hotels, Restaurants, Shops, die gesamte Stadt. Und auf den T-Shirts zu seiner Tournee steht ganz oben jetzt immer Cottbus", sagt Kerzel. Mit keinem Geld der Welt sei diese Imagepflege zu bezahlen, so Kerzel. "Darauf können wir stolz sein."

In guter Erinnerung sei für die CMT-Chefin auch der jährlich mit der RUNDSCHAU stattfindende Tanzball. "Hier gelingt es den Veranstaltern, aus einer Messehalle eine bezaubernde Ballatmosphäre zu schaffen", so die Geschäftsführerin. Kerzel nennt weitere Höhepunkte aus ihrer bisherigen Zeit in Cottbus: DAK-Firmenlauf, Tag der Vereine, Fest des Lichtes und des Feuers.

Doch der Blick geht inzwischen schon Richtung 2018. Zum Jahresauftakt soll es mit "Stahlzeit" eine spektakuläre Rammstein-Tribute-Show geben. "Damit wollen wir vor allem jüngeres Publikum ansprechen", sagt die 44-Jährige. Ein Hauptziel für die Zukunft. Kurt Krömer und Martin Rütter haben ihr Kommen bereits zugesagt. Im Musical-Sektor wird "Das Phantom der Oper" im Februar aufgeführt, im April lockt "Elvis", im Mai "Falco". Ute Freudenberg wird im November 2018 auftreten.

Und auch auf dem Gebiet der Messen ist einiges geplant: Ob Hochzeits-, Reise- oder Herbstmesse oder ein neuer Ärztekongress mit Lymphologen für ein Fachpublikum: Die Hallen werden wieder gut ausgelastet. "Cottbus hat sich als wichtiger Veranstaltungsort zwischen Berlin und Dresden für Tourneeplaner durchgesetzt. Unsere technischen Bedingungen sind hervorragend. Von vielen werden beispielsweise der ebenerdige Boden in der Stadthalle und die Akustik gelobt."

Stärker nutzen wollen die Veranstaltungsmacher künftig den Spreeauenpark. Die CMT-Chefin kann sich dort klassische Konzerte, Rock und Pop sowie Auftritte vieler regionaler Künstler ebenso vorstellen wie Kulinarisches und die Kooperation mit dem Tierpark. Langfristig könne auch über die Anbindung des Cottbuser Ostsees nachgedacht werden. "Zu viele Veranstaltungen sind aber nicht gut, denn es ist und bleibt ein Park", sagt Kerzel.

Dass die Kasse am Stadtring Anfang Juli unter der Woche geschlossen wurde, habe wirtschaftliche Gründe. Aufgrund der geringeren Besucherzahlen reiche dann der Eingang über den Tierpark. Am Wochenende und zu Veranstaltungen können weiterhin beide Kassen genutzt werden.

Bezüglich der Jugendherberge will die CMT der Stadt Cottbus noch in diesem Jahr einen Vorschlag unterbreiten, was baulich an neuer Ausstattung und neuen sanitären Anlagen machbar wäre. "Wir wollen dem Ensemble aus Gästehaus und Jugendherberge eine Schönheitskur verpassen. Hier gibt es Nachholbedarf im investiven Bereich. Dafür sind wir aber bereits in Gesprächen", sagt Kerzel.

Und noch eine Sache liegt der CMT-Chefin am Herzen: Das Unternehmensprofil und ihre Angebote sollen verstärkt über Online-Kanäle dem Publikum präsentiert werden. "Wir müssen dauerhaft auf uns aufmerksam machen", so Kerzel. "Zum Jahreswechsel stellen wir unseren Internetauftritt komplett um und nutzen dann auch immer mehr die sozialen Medien wie Facebook", so die Geschäftsführerin, die sich generell eine effektivere Vernetzung aller touristischen Anbieter der Stadt wünscht. "Nur so können wir am Markt unser gesamtes Potenzial ausschöpfen."