| 19:10 Uhr

City bebte im Rhythmus der Bands

Die Band "The Rob Ryan Roadshow" brachte das U-Boot am Neustädter Platz zum Tanzen.
Die Band "The Rob Ryan Roadshow" brachte das U-Boot am Neustädter Platz zum Tanzen. FOTO: Ronald Ufer
Cottbus. Den Zauber einer Frühlingsnacht und viele spannende musikalische Erlebnisse hat am Samstag die diesjährige Cottbuser Altstadtnacht vereint. Die Wirte freuten sich über volle Lokale und die Gäste über eine tolle Stimmung. Ronald Ufer

16 Kneipen und 16 Bands, dieses Erfolgsrezept zündete auch bei der 19. Auflage der Veranstaltung in der Regie von 94,5 Radio Cottbus. Dank des guten Wetters war die Resonanz sogar noch ein ganzes Stück besser als in den Vorjahren. Vor vielen Gaststätten bildeten sich wie gewohnt lange Schlangen und es dauerte einige Zeit, bevor Schaulustige und Musikfreunde Einlass fanden. Dennoch mussten die Kneipenbummler nicht allzu lange warten. Denn die warmen Temperaturen verlockten viele Flaneure dazu, auch einmal auf den Terrassen oder den Stühlen vor den Lokalen Platz zu nehmen. Die Lautstärke der Bands reichte aus, um die Titel auch draußen genießen zu können und oftmals war auch ein Blick nach drinnen auf die Performance der Künstler und die Reaktionen der Zuhörer möglich.

Gedränge inklusive

Auf diese Weise verbanden sich Musikgenuss und die erste tolle Frühlingsnacht ideal. Noch einen Vorteil hatte diese Art des Bummelns: Die Flaneure ersparten sich damit das Anstehen und Hereinschlängeln in übervolle Lokale.

Wechseln ist Pflicht

Aber wer die gute Kneipenatmosphäre in vollen Zügen genießen wollte, kam letztlich um das Gedränge nicht herum. Denn die tolle Stimmung direkt aufzunehmen und immer wieder unterwegs zu sein, gehört in der Altstadtnacht seit dem Start der Veranstaltungsreihe einfach dazu.

Im Takt wippen, tanzen oder sogar mitsingen - je nach Genre gestalteten die Zuschauer die Darbietungen mit. Bands wie "Freunde der Nacht" haben sich ein Stammpublikum erspielt, das zuverlässig für volle Räume sorgt und in der Altstadtnacht überdurchschnittlich lange bei ihnen ausharrt. Denn ohne mehrere Bands und Stationen erlebt zu haben, ist diese Veranstaltung eigentlich nicht denkbar.

Wirte schauen fremd

Am Samstag lief die Veranstaltung so gut, dass schon nach zwei Stunden die ersten Wirte beruhigt ihre Lokale verlassen konnten, um auch selbst das anregende Fluidum zu genießen. "Es läuft gut und es wird noch voller", meinte Gastronom Ernst Schlodder, als er die "Kartoffelkiste" nach einem Auftritt der Neo-Partyband für eine Runde durch andere Auftrittsorte verließ. Carsten Hajek wurde statt im angestammten Lauterbach bei Jazz mit "Jazzacuda" im U-Boot bei "The Rob Ryan Roadshow" und Rock'n'Roll aus den USA gesichtet. "Natürlich gehen Wirte in einer solchen Nacht, wenn alles gut läuft, auch Fremdschauen, um zu sehen, was anderswo los ist", verriet er schmunzelnd.

Erinnerung für Paare

Unterwegs in den Straßen und Gassen der Altstadt waren Partyvolk, Neugierige und Musikfreunde mehrerer Generationen. Zwischen Jazz, Pop, Schlager und Hardrock fand jeder kleine Konzerte mit seinen Lieblingsklängen aber auch die Möglichkeit, ein Kontrastprogramm zu gestalten. Passend zur Stilrichtung konnten auch die Getränke gewählt werden. Vor allem Paare zog es auf den Altmarkt, um ein Erinnerungsfoto an diesen Abend anfertigen zu lassen.

"Ich war schon fünf oder sechs Mal bei der Altstadtnacht dabei. Es ist immer ein Erlebnis, durch die Straßen zu ziehen und so viel Musik zu hören. Bei diesem Wetter ist es besonders schön", fand Heike Gärtner. "Ich habe mir neben meinen Lieblingsbands junge Musiker angehört. Schön, dass immer auch Neues gibt", meinte Andreas Schönwald.