Ein Wildauer Professor erklärt, die regionale Politik beschäftige sich zu sehr mit sich selbst, anstatt sich mit Blick auf das künftige Europa mit Eigenheiten, sprich Vorzügen des Landstrichs zwischen Cottbus und Neiße zu befassen (Bericht auf Seite 13). Nur so könne man Unternehmen hier ansiedeln.
Das festzustellen muss man zwar nicht Professor sein. Doch es schmerzt umso mehr, wenn die jahrelangen Defizite auch noch wissenschaftlich belegt werden.
Hier wurden die Chancen eines größer werdenden Europas leichtfertig verspielt, von denen die Politiker gern redeten und noch reden.
Möglicherweise hat einer der Verantwortlichen auch mal die prämierte Geschäftsidee des Zahsowers Ralf Schäfer gelobt. Tolle Idee, prima Wettbewerb, hier bewegt sich was - solche Worte könnte man sich dazu vorstellen. Doch mit Worten kann sich niemand ein Geschäft aufbauen. Die Anschubfinanzierung für die junge Firma ist bei den Banken in der Region offenbar nicht zu bekommen.
Vielleicht ist er ja demnächst Unternehmer in Polen. Sage niemand, die EU-Ost-Erweiterung biete Leuten aus der Region keine Chancen. . .