| 17:51 Uhr

Cottbus
CDU vertagt die Entscheidung zu Saspow

Cottbus. Der Antrag auf Ausgliederung des Ortsteiles aus dem Landschaftschutz geht zuerst in den Umweltausschuss.

Die CDU-Fraktion verschiebt die Abstimmung zu ihrem Antrag über die Ausgliederung des Ortslage Saspow aus dem Landschaftsschutzgebiet. Darüber informierte Fraktionschef Hagen Strese am Mittwoch das Stadtparlament. Demnach soll der Antrag zunächst noch einmal im Umweltausschuss diskutiert werden, bevor er erneut zur Abstimmung auf die Tagesordnung des Stadtparlaments rückt. Der Grund: Ein Schreiben aus dem Brandenburger Umweltministerium. Strese ging bei seiner Ankündigung jedoch nicht auf den Inhalt des Papiers aus Potsdam ein.

Der dörfliche Ortsteil von Cottbus liegt seit einem Beschluss des Rates des Bezirks Cottbus aus dem Jahr 1968 zu mehr als der Hälfte im Landschaftsschutzgebiet Spreeaue Cottbus-Nord. Das Schutzgebiet reicht von der Spree bis zur Saspower/Skadower Hauptstraße und teilt damit das Dorf. Grundstückseigentümer östlich der Hauptstraße müssen sich nicht an die erhöhten Schutzauflagen halten, wie diejenigen jenseits derselben. Deshalb will die CDU die Ausgliederung der bebauten Ortslage aus dem Landschaftsschutzgebiet anschieben. Wolfgang Bialas erklärt: „Derzeit wird der Flächennutzungsplan der Stadt überarbeitet. Das ist eine gute Gelegenheit, das zu korrigieren.“ Denn für Saspow erwachse daraus ein Standortnachteil, argumentiert die Fraktion. Es ginge nur um die Gleichstellung aller dörflicher Ortsteile von Cottbus.

Dieser Antrag bringt die Anwohner der Straßen Saspower Waldrand und Zur Spreeaue auf die Barrikaden. Sie fürchten, dass damit bewusst der Schutz am Ortsrand ausgehebelt wird, um dort weitere Eigenheime zu errichten.

(pk)
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