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CDU pocht auf Ausgleich für Flüchtlingsbetreuung

Cottbus. Die CDU-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung will die Verwaltung beauftragen, erneut einen Antrag auf einen finanziellen Ausgleich und eine vorläufige negative Wohnsitzauflage für Flüchtlinge aus anderen brandenburgischen Gemeinden zu stellen. Die Fraktion begründet ihren Antrag damit, dass die Stadt Cottbus im Brandenburg-Vergleich eine deutlich überproportionale Anzahl von Flüchtlingen aufnimmt. red/pos

Damit habe sie vergleichbare Probleme wie die Stadt Salzgitter, die jetzt vom Land Niedersachsen eine negative Wohnsitzauflage und sofortige Finanzhilfen in Höhe von zehn Millionen Euro erhalten hat.

Bis Ende Mai waren bereits etwa 3000 Flüchtlinge in Cottbus, davon circa 700 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, registriert. Damit würden weit mehr Flüchtlinge in der Stadt betreut als zugewiesen. Die CDU-Fration erwartet daher vom Land eine Soforthilfe für die Flüchtlings- und Integrationsarbeit. Das Ungleichgewicht in der Verteilung der Flüchtlinge im Land führe für die Stadt zu erheblichen Mehrkosten unter anderem für Sprachvermittlung, Kitabetreuung, erweiterte Schulplätze, Schülerbeförderung, Bildung und Teilhabe, Schulsozialarbeit, psychologische Betreuung Traumatisierter, Streetwork, Hilfen zur Erziehung oder auch Amtsvormundschaften.