Ab Donnerstag, 15. Dezember, werden am Carl-Thiem-Klinikum (CTK) in Cottbus keine geplanten Operationen und Behandlungen mehr durchgeführt. Das heißt, alle nicht lebensnotwendigen OPs werden verschoben. Das teilt das CTK in einer Pressemitteilung mit. Hintergrund ist eine drastische Zunahme an Influenza- und Coronainfektionen – sowohl bei den Patienten als auch bei den Mitarbeitenden.
„Die Lage ist äußerst angespannt. Deswegen mussten wir uns schweren Herzens zu diesem Schritt entschließen. Wir haben spürbare Personalausfälle in allen Bereichen, sowohl im ärztlichen und pflegerischen Bereich, aber auch in Transport und im Service. Das heißt in vielen Bereichen war ein Aufrechterhalten des normalen Klinikbetriebs kaum noch möglich“, begründet Dr. med. Cornelia Schmidt, Ärztliche Direktorin des CTK, die Einstellung des Elektivprogramms.

Fokus liegt im CTK auf Notfallversorgung

Zu der mehr als angespannten Personalsituation komme die arbeitsintensive Betreuung und Isolation der Corona- und Influenzapatienten. „Wir müssen in dieser Situation den Fokus auf die Notfallversorgung legen, um für verunfallte oder akut erkrankte Patientinnen und Patienten die gewohnte Behandlungsqualität gewährleisten zu können“, so die ärztliche Direktorin weiter.
Neben der Notfallversorgung ist auch die umfassende Behandlung der Krebspatienten sowie der Kreißsaalbetrieb von dieser Maßnahme nicht betroffen.
Die Besuchsregelung bleibt bis auf Weiteres bestehen. Pro Tag und Patient ist ein Besucher für eine Stunde erlaubt. Voraussetzung ist das Tragen einer FFP2-Maske im gesamten Klinikbereiche sowie der Nachweis eines tagesaktuellen Antigen-Schnelltests. Dieser muss auf Verlangen vorgezeigt werden.