Danach soll die Fläche zwischen Marien-, Tauben-, Bürger- und Straße der Jugend in ein Wohnquartier verwandelt werden. Die Pläne hat Katrin Haas vom Fachbereich Stadtentwicklung im Umweltausschuss am Dienstagabend vorgestellt. Die Verwaltung stellt mit einem Aufstellungsbeschluss erste Weichen für einen Bebauungsplan für das Areal - schafft also die Voraussetzung für eine weitere Entwicklung. Dafür müssen sich allerdings noch Investoren finden.

Demnach handelt es sich bei der Fläche um eine attraktive Wohnlage in der erweiterten Innenstadt mit direktem Straßenbahn-Anschluss. "Der Großteil der Fläche befindet sich in städtischem Eigentum", erklärte Katrin Haas. Daneben gebe es mehrere Privateigentümer, aber auch Cottbusverkehr besitzt demnach eine Teilfläche.

Der Stadtverwaltung zufolge gibt es jedoch eine Altlastenverdachtsfläche, die näher untersucht werden müsste. Dabei handele es sich um die Sero-Sammelstelle, die bislang an dem Platz geduldet ist.

"Das Einzelhandelskonzept kommt zudem zum Ergebnis, dass für Ostrow eine Einzelhandelsfläche fehlt", informierte Katrin Haas. "Deshalb haben wir den Vorschlag gemacht, in dem Gebiet einen Markt mit maximal 1200 Quadratmetern Fläche einzuordnen." Bei der Information reagierte sofort Markus Möller (SPD): "Wenn das Ensemble nicht kaputtgemacht werden soll, kann man dort keinen riesigen Parkplatz schaffen." Wolfgang Bialas (CDU) warf mit Bedenken ein: "Der wäre außerdem bei den Glad-House-Besuchern sehr begehrt." Das könne demnach nicht im Interesse für ein neues Wohngebiet sein. Katrin Haas wandte dazu ein: "Das Parken ist in diesem Fall nur durch eine Tiefgarage lösbar."

Der Busbahnhof an der Marienstraße wurde im Dezember 1990 in Betrieb genommen.