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| 01:05 Uhr

Burger Trinkwasserverbrauch steigt seit Jahren stetig

Burg.. Versteckt hinter Bäumen und Sträuchern liegt das Burger Wasserwerk. Ronald Ufer

„Die Anlage mit ihrer gelungenen Einbettung in die Landschaft und der modernen Technik haben wir schon mehrfach als Referenzobjekt für Vertreter von Kommunen genutzt, die sich über einen Neubau informieren wollten“ , sagte Sonja Hülsen von der Lausitzer Wasser GmbH & Co KG (LWG).
Doch am Samstag beim Tag der offenen Tür wirkte sich die beschauliche Lage eher hemmend aus. Nur knapp 50 Burger machten sich auf den Weg zur 1992 fertig gestellten Anlage. Ein Trost blieb den LWG-Mitarbeitern: Das mit Kohlensäure versetzte Trinkwasser am Versorgungslager fand bei den Schaulustigen ebensolchen Absatz wie das gleichfalls angebotene Bier.
„Wir wollten zeigen, dass Trinkwasser nicht einfach aus der Wand kommt, sondern ein Qualitätsprodukt ist, für dessen Bereitstellung wir viel Aufwand betreiben“ , betonte Frau Hülsen. Die Burger wissen das erfrischende Nass durchaus zu schätzen, steigende Einwohnerzahlen, Fremdenverkehr und die Rehabilitationsklinik führen seit einigen Jahren zu einem stetig wachsenden Wasserverbrauch.
Eine kleine Führung zeigte Besuchern, wie die durchschnittlich 680 Kubikmeter Trinkwasser pro Tag aufbereitet werden. In Spitzenzeiten sind es auch einmal 1000 Kubikmeter pro Tag. Sie gelangen durch ein 86 Kilometer langes Netz von Hauptleitungen, die zumeist Ende der 80iger-Jahre verlegt wurden, zu den 4200 Einwohnern. Die von Summen der Pumpen und leisem Rauschen untermalte Tour führte am zweistufigen Filtersystem zur Entfernung von Eisen, Mangan und Kohlensäure, Rohrleitungen, Ventilen, an Behältern und Steuerungselementen vorbei.
Die Gäste vermissten Heizungen und andere Annehmlichkeiten für Mitarbeiter. Sie werden nicht benötigt, die Anlage läuft automatisch. Mitarbeiter eines Teams, das auch benachbarte Wasserwerke betreut, kommen nur für Wartungsarbeiten und Kontrollen in die Anlage.