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| 19:22 Uhr

Sanierung über zwei Jahre
Burg schafft Platz für 165 Kinder

 Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (5.v.r.) und Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (4.v.r.) pflanzten zusammen mit Lutkikindern zur Einweihung der Burger Kita eine Flatterulme.
Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (5.v.r.) und Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (4.v.r.) pflanzten zusammen mit Lutkikindern zur Einweihung der Burger Kita eine Flatterulme. FOTO: Marion Hirche
Burg. Die Gemeinde Burg hat drei Millionen Euro in die Sanierung und Erweiterung der Gesundheitskita „Spreewald-Lutki“ investiert. Einige Eltern fragen sich, ob deshalb die Kita-Gebühren erhöht werden. Von Marion Hirche

Der Ersatzneubau der Gesundheitskita „Spreewald-Lutki“ ist am Mittwoch in Burg eingeweiht worden. Die Gemeinde hat knapp drei Millionen Euro investiert. Über zwei Millionen Euro hat Burg als Fördermittel aus dem europäischen Leader-Programm bekommen.

In der Bauzeit von zwei Jahren ist das Haus komplett saniert und mit einem Anbau ergänzt worden, der nochmals 800 Quadratmeter Fläche umfasst. In dem zweigeschossigen neuen Trakt befinden sich würfelförmige Gruppenräume jeweils mit Garderobe und Sanitärtrakt. Die stellvertretende Kita-Leiterin Karin Walter erklärte: „Schön sind auch die Hochebenen, die geschaffen wurden, und den Kindern Rückzugsräume zum Lesen, Kuscheln, Abschalten geben.“

Viel Licht und Rückzugsräume

Entstanden sind zudem ein Bewegungsraum, eine kindgerechte Küche und ein Kreativareal. Freundliche Farben mit Wiedererkennungswert verleihen dem jetzigen Zweigeschosser ein modernes Aussehen. Die großen Fensterflächen geben den Blick in die Natur frei und lassen viel Licht in die Räume. Das Gebäude ist mit einer Wärmepumpenheizung und einer Photovoltaikanlage auf dem Dach ausgestattet.

Nach der Schlüsselübergabe freute sich Kita-Leiterin Susanne Schichan: „Unsere Wünsche haben Berücksichtigung gefunden: Wassertretbecken, Sportraum, Küche. Jetzt können wir unser Kita-Konzept noch besser umsetzen.“

Die Kinder zeigten ihre Freude über ihre neue Kita mit einem kleinen Programm, indem sie von fliegenden Bienen und vor dem Storch flüchtenden Fröschen berichteten. Die vierjährigen Zwillinge Naomi und Olivia Mandel, beide in wendischer Festtagstracht, und die gleichaltrigen Theodor Lehmann und Fritz Gormann empfingen gemeinsam mit zwei der 19 Erzieherinnen die Gäste zur Einweihung mit Brot und Salz. Gekommen waren nicht nur die Burger Bürgermeisterin Ira Frackmann, der Burger Amtsdirektor Tobias Hentschel und Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (CDU), sondern auch Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD).

Platz für 31 weitere Kinder geschaffen

Der Minister sprach den vom Landtag verabschiedeten Aktionsplan Spreewald an, der zur Stärkung des bekannten touristischen Areals beiträgt. Zusammen mit Harald Altekrüger und fünf Kindern im Lutki-Kostüm pflanzte er eine Flatterulme auf dem noch nicht ganz fertig gestellten Außengelände. Dort sind alle großen Bäume stehen geblieben. An einem einem neuen Holzklettergerüst und einem zusätzlichen Schaukel-Ensemble lässt sich aber erahnen, wie viele Möglichkeiten zum Bewegen an der frischen Luft es künftig geben wird.

Der Landrat freute sich, dass  wieder eine Kindereinrichtung aufgewertet wurde: „Es bewegt sich Einiges bei uns, wenn es um die nächste Generation geht.“ Der Amtsdirektor betonte die besondere Bedeutung von Kindereinrichtungen. „Wir haben unter anderem vier staatliche und zwei private Kitas, zwei Schulen, das Kinder- und Lernhaus Lipa. Diese Einrichtungen sind wichtig für unsere familienfreundliche Orientierung.“

Amt Burg bietet Gespräche für Eltern zu Kita-Beiträgen an

Die Burger Bürgermeisterin brachte Plüschfrösche für die Mädchen und Jungen mit und bedankte sich bei der Nachbargemeinde Werben, die den Burger „Spreewald-Lutki“ während der Bauphase eine Heimat in der alten Schule gegeben hatte. Zurzeit besuchen 134 Kinder die Einrichtung. Durch die Erweiterung erhöht sich die Kapazität der Kita auf 165 Plätze.

Der stellvertretende Amtsdirektor Christoph Neumann unterstrich am Rande der Einweihungsfeier, dass die jetzigen Erhöhungen der Kita-Gebühren auf der Basis des Jahres 2017 veranschlagt werden und demzufolge nichts mit dem Neubau und der Sanierung der Einrichtung zu tun haben. Er kündigte zudem individuelle Gespräche mit den Eltern an.