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| 18:56 Uhr

Spreewald
Burg feiert Nacht der Kürbisgeister

Die Nacht der Kürbisgeister am Burger Bismarckturm begeisterte hunderte Zuschauer aus Nah und Fern. Es gab ein buntes Bühnenprogramm und im Mittelpunkt standen die 33 Kürbiskunstwerke von Hobbyschnitzern.
Die Nacht der Kürbisgeister am Burger Bismarckturm begeisterte hunderte Zuschauer aus Nah und Fern. Es gab ein buntes Bühnenprogramm und im Mittelpunkt standen die 33 Kürbiskunstwerke von Hobbyschnitzern. FOTO: Marion Hirche
Burg. Am Bismarcktrum dreht sich alles um die runden Früchte. Von Marion Hirche

Die „Nacht der Kürbisgeister“ am Burger Bismarckturm war am Wochenende erneut ein Besuchermagnet. Bei den lauen Temperaturen strömten Hunderte Familien zu dem Höhepunkt für alle Kürbiskünstler der Region in den Spreewälder Kurort. 33 kleine und große „dicke Dinger“ wurden auf den Stufen des Bismarckturmes ausgestellt. 33 Hobbykünstlergruppen sorgten für die künstlerische Verwandlung der willkommenen Herbstfrucht. Kinder und ihre Eltern aus Berlin, Chemnitz, Lüneburg, Wachau, Breitungen, Breslau, Laasow, Missen, Alktheim, Hänchen, Dresden, Cottbus, Spremberg, Werben, Müschen und Burg sorgten für die beleuchteten Hingucker am Fuße des Klinkerquaders.

Mit einem bunten Programm oberhalb der Kürbisausstellung wurden die Kürbisschnitzer und alle anwesenden Kürbisfans verzaubert. Stelzenläuferin „Rabea“ begrüßte die Gäste am Eingang und verwandelte sich später in die Feuer speiende Walpurga. Künstlerin „Flaming Rose“ überzeugte mit dieser von ihr flüssig und perfekt vorgetragenen Feuershow. Für besondere Erlebnisse sorgten auch Mareike Linzer und ihre „Femella kids“ aus Cottbus. Die kleinen Tänzerinnen machten den Auftakt in zauberhaften Kürbiskostümen, Mareike Linzer selbst glänzte mit Akrobatik im Ring und mit einer spektakulären Lichtshow. Peppig kam die Showtanzgruppe aus Weißwasser daher. „Das war ein unterhaltsames sehr abwechslungsreiches Programm“, meinte Werner Krotki aus Burg, der zum ersten Mal bei der Kürbisgeisternacht war.

Im Mittelpunkt standen einmal mehr die allesamt gut beleuchteten Kürbisfiguren und Kürbisgesichter, die auch von der Technikcrew durch gezieltes Licht bestens in Szene gesetzt wurden. Olaf, der Schneemann aus Kürbissen, war ebenso dabei, wie eine dicke Orangekugel mit eingeschnitzten Fledermäusen: Ein Clownskopf war vertreten, die Minions fehlten auch dieses Jahr nicht. Doreen Noack aus Laasow sorgte für einen Kürbishahn, gefertigt aus einem Flaschenkürbis mit Federn. Henry Lotz aus Lüneburg zauberte ein Kürbis-Mondlicht und Romina Nitschke aus Berlin verwandelte ihren Kürbis in einen Mafiaboss mit Zigarre. Der Jury am Abend fiel es nicht leicht, aus der Vielzahl wunderbar gestalteten Kugeln die schönsten herauszusuchen.

Stellvertretend für alle wählten das Wendenkönigspaar Max und Maria, die Burger Bürgermeisterin Ira Frackmann, der amtierende Amtsdirektor Christoph Neumann, ein Vater und eine Mutter mit ihren Töchtern aus dem Publikum die fünf Preisträger, die sich über Präsente von Sponsoren der Kürbisgeisternacht freuen konnten. Prämiert wurden der „Froschkönig“ von Familie Raschke aus Altheim, die Kürbisbrüder mit Brille und Zahnspange von Emilie und Miria Jungwirth aus Missen, der „Big Boss“ von Marek Lubna aus Cottbus, die beiden „Kürbis-Hasis“ von Henriette Duschka aus Burg und der „Monkey“ von Martin Müller aus der Schweiz. Damit hatten eindeutig die Tiermotive bei den Jurymitgliedern die Nase vorn. Aus der Anmeldeliste der Kürbisschnitzer wurde noch eines deutlich: Kürbisverzieren ist eine Sache, wo Eltern, Großeltern und Kinder Hand in Hand arbeiten.

Mit einem wie immer furiosen bestens auf das Bauwerk abgestimmten Feuerwerk von „Pyro Passion“ aus Potsdam wurde der Abend abgerundet.

Auch kulinarisch wurde einiges aus Kürbis geboten: Bowle, Puffer, Suppe. Allerdings hätten sich die Besucher ein paar mehr Versorgungsstände gewünscht. Das war der einzige Kritikpunkt des Abends für Christin Platz aus Byhleguhre. „ Wir kommen jedes Jahr her und es war wie immer toll“, lobte Regina Jarick aus Burg, die mit Enkelin Alina da war. Die Burger Tourismusamtschefin Nicole Schlenger freute sich über den gelungenen Abend: „Es hat alles gut geklappt und es waren viele Besucher da.“ Die Kürbiswochen von Burg mit besonderen Angeboten in Einrichtungen, Hotels und Restaurants in Burg und Werben gehen noch bis zum 31. Oktober. Neben kulinarischen Besonderheiten aus der Herbstfrucht, werden auch Massagen mit Kürbiskernöl, Wanderungen zu den Kürbisfeldern zu Fuß und mit Rad sowie Kürbiskahntouren angeboten.