Ob die für die Sitzung des Amtsausschusses des Amtes Burg am kommenden Montag, 24. September, vorgesehene Amtsdirektorenwahl wie geplant stattfinden kann, muss der Amtsausschuss in einer Sondersitzung am Donnerstag, 20. September, entscheiden. Hier haben die Abgeordneten zur überraschend eingegangenen Klage der vor fünf Monaten abgewählten Amtsdirektorin Petra Krautz gegen den Amtsausschuss zu beraten und die Beauftragung eines Rechtsbeistandes zu beschließen. Die Klägerin beantragt „festzustellen, dass der Beschluss des Beklagten vom 17. April 2018 zur Abwahl der Klägerin als Amtsdirektorin des Amtes Burg nichtig, hilfsweise rechtswidrig ergangen ist und das im Weiteren das Beamtenverhältnis mit der Klägerin fortbesteht“.

Petra Krautz war am 17. April als Amtsdirektorin abgewählt worden – zehn Amtsausschuss-Mitglieder hatten dafür gestimmt, zwei dagegen. Der amtierende Amtsdirektor Christoph Neumann hatte bei der Prüfung der Abwahl seiner früheren Chefin keine Rechtswidrigkeit festgestellt. Ein erster Abwahlantrag gegen Petra Krautz war im August des vergangenen Jahres an der notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit gescheitert.

Die Sondersitzung des Amtsausschusses findet am Donnerstag um 18.30 Uhr im Beratungs- und Trauzimmer im Amtsgebäude statt.