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| 18:02 Uhr

Gespräch beim Bundespräsidenten
Bundespräsident trifft Cottbuser

Bundespräsidentenkandidat Frank-Walter Steinmeier
Bundespräsidentenkandidat Frank-Walter Steinmeier FOTO: Sven Hoppe / dpa
Cottbus/Berlin. Gespräch im Schloss Bellevue heute Nachmittag. Keine Einladung für „Zukunft Heimat“.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat heute Vertreter aus Cottbus nach Berlin eingeladen. Er wolle sich ein Bild von der Lage in der Stadt machen, hieß es aus dem Bundespräsidialamt. Hintergrund für das Gespräch sind Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen und Cottbusern sowie die anschließenden Demonstrationen mit mehreren Tausend Teilnehmern. In Cottbus wird befürchtet, dass die rechtspopulistische Szene aus Cottbus ein „zweites Dresden“ im Stile der Pegida machen will.

Unter den Eingeladenen sind neben Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU), Superintendentin Ulrike Menzel, der Präsident des FC Energie Michael Wahlich, BTU-Präsident Jörg Steinbach und auch Vertreter von Handwerkskammer und IHK.

Der Verein „Zukunft Heimat“, hat unterdessen keine Einladung ins Schloss Bellevue erhalten. Es solle einen überschaubaren Kreis an Gesprächspartnern geben, hieß es zur Begründung. „Wir haben Zweifel daran, ob die Veranstaltung dem Zweck dient, sich ein objektives Bild von Cottbus zu machen oder sie eher den Charakter einer Schauveranstaltung hat“, sagte Vereins­chef Hans-Christoph Berndt der Märkischen Allgemeinen Zeitung.

Steinmeier plant für Ende Juni einen Besuch in Cottbus. Er ist als Fest­redner bei der Preisverleihung des Bündnisses „Tolerantes Brandenburg“ vorgesehen.

Die Stadt Cottbus arbeitet derweil weiter an einer Beruhigung der Situation. Dazu wurden jetzt zehn Sozialarbeiter-Stellen ausgeschrieben. Die Stellen sind speziell für die Schulsozialarbeit gedacht.