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| 13:11 Uhr

Nichts unter den Tisch kehren
Bundespräsident Steinmeier in Cottbus

Sicherheitscheck: Vor dem Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Cottbus
Sicherheitscheck: Vor dem Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Cottbus FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Der Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Sonnabendnachmittag in Cottbus sorgt für eine außergewöhnliche mediale Aufmerksamkeit. Die Gründe liegen auf der Hand. Und Steinmeier hat sich für den Besuch einiges vorgenommen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich in Cottbus angesagt und das sorgt für Aufmerksamkeit. Mit Blick auf die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen und Deutschen zu Jahresbeginn in Cottbus und den morgigen EU-Flüchtlingsgipfel, sorgt Steinmeiers Besuch in der Lausitz heute für eine immense mediale Aufmerksamkeit.

Bei seiner Ankunft vor dem Stadthaus sagte Steinmeier, dass er den Dialog fortsetzen will, den er im Februar bereits mit Vertretern der Cottbuser Stadtgesellschaft im Schloss Bellevue begonnen hatte. Schon damals hatte er angekündigt, nach Cottbus zu kommen.

Aber Steinmeier will diesmal mehr. Diesmal will er nicht nur mit ausgewählten Honoratioren reden, sondern auch die Sorgen und Befürchtungen beispielsweise von Lehrern und Polizisten in Cottbus anhören. „Wir wollen nichts unter den Tisch kehren“, sagte Steinmeier.

Nach der Eintragung ins Goldene Buch der Stadt spricht Frank-Walter Steinmeier zunächst mit den Fraktionsvorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung und danach im Lernzentrum mit Cottbusern unterschiedlichster Professionen.

Bei dem Treffen war auch die evangelische Superintendentin Ulrike Menzel für die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Cottbus dabei. Sie sagte danach, es sei ein „sehr gutes, offenes Gespräch“ gewesen. „Wir haben davon gesprochen, was sich in Cottbus jetzt in Bürgerdialogen getan hat.“ Das habe Steinmeier sehr interessiert. Die Stadt hatte vor einiger Zeit die Bürgerdialoge in den Stadtteilen initiiert.

Am Abend ist er dann Festredner bei der Festveranstaltung zum 20. Geburtstag des Vereins „Tolerantes Brandenburg“.

(si)