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| 22:19 Uhr

Offene Diskussion
Bundespräsident: Debatte im Lernzentrum Cottbus

Offene Diskussion mit dem Staatsoberhaupt.
Offene Diskussion mit dem Staatsoberhaupt. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Die zweite Station des Besuches von Frank-Walter Steinmeier in Cottbus war das Lernzentrum Cottbus. In den Räumlichkeiten der Regionalbibliothek empfängt der Bundespräsident neun Cottbuser Bürger aus unterschiedlichen beruflichen und sozialen Bereichen, um mit ihnen unter dem Motto „Perspektiven auf und für das Miteinander“ ins Gespräch zu kommen. Von Jenny Theiler

Bei einer Diskussionsrunde im Schloss Bellevue im vergangenen Jahr wurde kritisiert, dass nur Vertreter aus der Politik und keine einfachen Bürger anwesend waren. Nun bekommen Lehrer, Unternehmer, Akademiker und gemeinnützige Vereinsmitglieder die Gelegenheit sich mit dem Bundespräsidenten auszutauschen. Die Gesprächsteilnehmer wurden zuvor von der Stadt Cottbus ausgewählt. Anwesend sind unter anderem Andrea Müller-Jasinski - Mitarbeiterin des mobilen Beratungsteams „Tolerantes Brandenburg“, Ali Bari - ein syrischer Flüchtling und angehender Auszubildender der Stadtverwaltung Cottbus, Andreas Schuster – Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei BB und Simone Herrmann – Centermanagerin des Blechen-Carré. Die Gesprächsrunde ist für eine Stunde angesetzt. Anschließend folgt der Festakt in der Alten Chemiefabrik um 17 Uhr.

Mit einer dezenten Verspätung von sieben Minuten, trifft Frank-Walter Steinmeier gegen 15.30 Uhr in der Regionalbibliothek ein. Er wirkt locker und aufgeschlossen, für die kommende Diskussion. Polizisten und Sicherheitsbeamte eskortieren den Bundespräsidenten in die Mitte des Empfangsbereiches. Einer Gesprächsrunde angemessen, sind die Stühle als Kreis angeordnet, um optimalen Blickkontakt und eine offene Grundstimmung während der Diskussion zu gewährleisten. Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) nimmt neben dem Bundespräsidenten Platz und bedankt sich für dessen Besuch in Cottbus. „Ich bin sehr erfreut und halte es für enorm wichtig, dass unser Bundespräsident heute den Weg nach Cottbus gefunden hat“, so Holger Kelch. Es beginnt eine Vorstellungsrunde mit allen an der Gesprächsrunde beteiligten Cottbusern.

Vor der Regionalbibliothek stellt sich Direktkandidatin der Afd Marianne Spring-Räumschüssel den Fragen der Presse. Sie beschreibt den Bundespräsidenten als sehr bürgernah und zugänglich. „Ich hoffe, dass der Bundespräsident auch den Cottbusern eine Stimme gibt, die eine völlig andere politische Auffassung vertreten“, erklärt die Afd-Politikerin. Sie verweist zudem darauf, dass sich in ihrem Wahlkreis rund 25 Prozent der Cottbuser für die Alternativen entschieden haben. Dies sei ein Umstand, den man nicht ignorieren könne. Zur allgemeinen aktuellen Situation in Deutschland sagt Spring-Räumschüssel: „Wir können die Welt nun mal nicht alleine retten. Dafür ist Deutschland einfach nicht groß genug.“